Kolumne

Mercateum – Die Weltkugel des Handels

Die Welt in einem Haus vereint Die Welt in einem Haus vereint
Die Welt in einem Haus vereint

Die Welt in einem Haus vereint

Das Mercateum in Königsbrunn ist eine Ausstellung über die Fernhandelsbeziehungen zwischen Deutschland und Indien, die man bestaunen und aus der man lehrreiche Informationen beziehen kann.

Das Gebäude in Form einer Weltkugel mit einer historischen Kartographie aus dem 16. Jahrhundert stand zu Beginn der Ausstellung, im Jahr 2005, zunächst in München und wurde dann 2008 an den endgültigen Standort in Königsbrunn transportiert.

Die Weltkugel hat eine Oberfläche von 452 Quadratmetern und wurde mit der vergrößerten Weltkarte des Kosmografen Diego Ribero aus dem Jahre 1529 bedruckt, die sich im Besitz der Bibliothek des Vatikan befindet. Königsbrunn lag direkt an der Via Claudia Augusta, einer wichtigen Handelsstraße, die einen Import von Orientwaren wie Pfeffer und Zimtrinde nach Europa erst ermöglichte.

Bereits seit 2000 Jahren dokumentiert

Mercateum – Dr. Dr. Wolfgang Knabe

Dokumentiert werden in der Ausstellung unter anderem Dokumente über die ersten Handelsbeziehungen zu Indien vor 2000 Jahren, aber auch Aufzeichnungen von Handelshäusern aus Augsburg und Nürnberg, die im 16. Jahrhundert in den Handel mit exotischen Waren einstiegen.

Natürlich geht die Ausstellung auf die Handelsschiffe und die entsprechenden Niederlassungen in fremden Ländern ein, die zum Fernhandel nötig waren, ein. Von Anfang Mai bis Ende Oktober steht das Mercateum Besuchern offen.

Der Eintrittspreis ist mit 2,50 Euro erschwinglich und auch Sonderführungen oder Führungen für Schulklassen gehören zum Angebot. Gerade für Besucher der Königsbrunner Königstherme ist ein kurzer kultureller Abstecher in das Mercateum im wahrsten Sinne des Wortes naheliegend.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Mitar gavric

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