Kolumne

Meister der Kontroverse: Gunther von Hagens „Körperwelten-Ausstellung“

"Körperwelten" als Gast in München

Vom 10.April bis 05. Oktober wird in der Kleinen Olympiahalle in München die Ausstellung „Körperwelten“ von Professor Gunther von Hagens präsentiert. Im Rahmen der Ausstellung zeigt der bekannteste Plastinator der Welt den Zyklus des Lebens, also die Entwicklung des Körpers im Laufe der Zeit. Gezeigt wird, wie das Leben überhaupt entsteht, wie es reift und wächst, bis hin zum Alter und Tod.

Körperwelten

Körperwelten

Zyklus des Lebens

[sws_grey_box box_size=“618″]Zyklus des Lebens ist ein natürlicher Prozess und so wird es auch bei der Ausstellung gezeigt. Bis heute haben sich mehr als 40 Millionen Menschen weltweit für die Körperwelten-Ausstellung interessiert und sie selbst gesehen. Der Erfolg der Präsentation liegt höchstwahrscheinlich darin, dass dabei keine Körper aus Wachs oder Plastik ausgestellt werden, sondern Körper echter Menschen, die nach deren Tod plastiniert wurden. [/sws_grey_box]

Die Besucher können sich mit eigenen Augen ein Bild davon machen, wie zerbrechlich, verletzlich und zugleich stark der [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]menschliche Körper[/sws_highlight]  ist. Künstliche Präparate aus Wachs oder Plastik würden keinen so tief in der Seele berühren, sie hätten auch niemals die gleiche Qualität.

Verständnis über den Körper fördern

Dem [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]Professor von Hagens[/sws_highlight]  und seiner Frau Angelina Whalley, die eine Ärztin und zugleich die Kuratorin der Körperwelten-Ausstellung ist, geht es vor allem darum, medizinische Laien in die Ausstellung zu locken. Sie wollen die Menschen mit den plastinierten Körpern nicht schockieren, sondern das Wissen und Verständnis über den Körper zu erweitern. Hilfreich dabei sind die gezeigten Posen der Plastinate: Man kann sie beim Pokern, Bogenschießen, Fußballspielen oder an der E-Gitarre spielend bewundern.

Die Ausstellung sollte nicht wie medizinische Vorlesung verstanden werden. Die Menschen merken sich eben in erster Linie das, was sie fesselt.

Gesundheitliche Aufklärung als Ausstellungszweck

Laut einer Umfrage gaben etwa zwei Drittel der Besucher an, nach dem Ausstellungsbesuch mehr für ihre Gesundheit tun zu wollen. [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]“Körperwelten“[/sws_highlight] haben eine überraschend heilende Wirkung: Rund neun Prozent hörten auf zu rauchen, 25 Prozent machen mehr Sport und 33 Prozent ernähren sich bewusster und gesünder.

Für diesen Erfolg sind sicherlich verschiedene Filme über Gefäßverengungen und eine echte Raucherlunge neben einer gesunden ausgestellt verantwortlich. Die von manchen Leuten angekündigten Gruseleffekte bleiben aus, es sind keine entstellten Körper ausgestellt.

Ausstellungssommer im Olympiapark München

Zuletzt war Gunther von Hagens 2003 in München mit seinen Plastinaten zu Gast, damals kamen 830.000 Besucher, um seine Arbeit zu sehen. An einigen Spitzentagen musste man Wartezeiten von bis zu 120 Minuten in Kauf nehmen. Deswegen wird es empfohlen, sich rechtzeitig die Eintrittskarten zu sichern.

  • Öffnungszeiten: 10. April – 31. Mai 2014 und 12. Juni – 5. Oktober 2014, vom 1. Juni bis zum 11. Juni 2014 ist die Ausstellung geschlossen.
  • Einlass: täglich 10:00 – 18:00 Uhr (letzter Einlass: 17:00 Uhr), Donnerstag: 10:00 – 21:00 Uhr (letzter Einlass: 20:00 Uhr)

KÖRPERWELTEN in München

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / chastity

Kommentar hinterlassen