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Kolumne

Masern sind kein Kinderkram! Masernschutzimpfung sinnvoll?!

Gesponserter Artikel

Im Zuge der letzten Jahre kam es in Deutschland immer wieder zu Masernausbrüchen. Bayern verzeichnet zuletzt 2015 schon 159 neue Masernerkrankungen (Stand: 28.09.2015). Über die aktuelle "Masern sind kein Kinderkram" Kampagne möchten das bayerische Gesundheitsministerium und Melanie Huml das Bewusstsein für die Masernerkrankung und die damit zusammenhängende Impfbereitschaft der Bevölkerung steigern.

Staatsministerin Huml | © bayrisches gesundheitsministerium Staatsministerin Huml | © bayrisches gesundheitsministerium

„Masern sind kein Kinderkram“ Kampagne des bayerischen Gesundheitsministeriums

Zum jetzigen Zeitpunkt verzeichnet das Bundesland Bayern bereits doppelt so viele Masernerkrankungen wie im Vorjahr und sieht in diesem Bereich Handlungsbedarf.

„Viele Menschen glauben, dass die Masern eine harmlose Kinderkrankheit sind. Aber das ist falsch! Denn es handelt sich um eine Krankheit, die schwere Komplikationen mit sich bringen kann! Und wichtig ist zudem: Masern können gerade auch für Erwachsene gefährlich werden.“ Ministerin Melanie Huml

In seltenen Fällen kann diese Erkrankung sogar zu Hornhautentzündungen führen und sich auf den gesamten Organismus niederschlagen. Wissen Sie eigentlich, woran Sie erkennen, ob Sie die Masern haben? Im Allgemeinen ist gerade in den ersten Tagen nur ein Gefühl der Abgeschlagenheit und Müdigkeit festzustellen. Ob man Masern hat merkt man in der Regel erst sehr spät.

Symptome für Masern

Die ersten echten Symptome sind roten Flecken auf der Haut. In den folgenden Tagen und späteren Stunden entwickeln sich diese zu kleinen Bläschen, die mit einem Sekret gefüllt sind. Kratzen Sie diese Bläschen auf, kann sich das Sekret entzünden. Im Zuge der Erkrankung kommt es zu einer zunehmenden Verkrustungen dieser Bläschen. Das Unangenehme: Die Bläschen auf der Haut erzeugen einen starken Juckreiz.

Was können Sie bei Masern tun?

Im Prinzip ist es empfehlenswert, einen kühlen Kopf zu bewahren, denn gerade bei warmen Temperaturen erhöht sich der Juckreiz. Nehmen Sie mehrere Male am Tag ein Bad. Kürzen Sie sich die Nägel und die Ihres Kindes, sodass die Bläschen nicht zu schnell aufgekratzt werden.

Impfung gegen Masern

Die Impfung gegen diese Viruserkrankung existiert seit den 1970er Jahren. Auch wenn über die Impfung die Infektionskrankheit entscheidend eingedämmt werden konnte, gehören die Masern immer noch zu unserer Gesellschaft. In den letzten Jahren haben die Krankheitsfälle bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zugenommen.

Seit 2000 spricht das Robert-Koch-Institut gerade für Jugendliche und Erwachsene, die nach 1970 geboren sind, eine Empfehlung für die Masernimpfung aus. Eine aktuelle Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat ergeben, dass 74 % aller Jugendlichen – also genau diese Zielgruppe – von dieser Empfehlung noch gar nichts gehört hat. Der aktuelle Film der Kampagne soll nochmals auf diese Empfehlung verweisen und das Bewusstsein für die Erkrankung verstärken.

Infografik | © bayrisches gesundheitsministerium

Infografik | © bayrisches gesundheitsministerium

Der 2-Phasenverlauf der Masern

Die Masern gelten als eine Virusinfektion, die sich in 2 Phasen aufteilt. Die Krankheit selbst startet mit Fieber, Schnupfen, Husten und einem Enanthem direkt in der Mundschleimhaut. Vom dritten bis zum siebenten Tag treten die initialen Symptome der rosafarbenen Hautflecken ein. Diese setzen zuerst im Gesicht und dann hinter den Ohren ein. Vom fünften bis zum siebenten Tag ist dann von einem Temperaturabfall auszugehen.

Jeder, der schon einmal an den Masern erkrankt ist, besitzt eine Immunität. Dennoch besteht die Gefahr, auch im späteren Verlauf und vor allen Dingen mit dem Alter an Gürtelrose zu erkranken.

Infografik | © bayrisches gesundheitsministerium

Infografik | © bayrisches gesundheitsministerium

Komplizierter Krankheitsverlauf

Im Zuge der Masern Virusinfektion kommt es zu einem Transit durch Immunschwäche, der über 4-6 Wochen andauert. In diesem Zeitraum ist die Empfänglichkeit für eine bakterielle Superinfektion besonders hoch.

So kann es in seltenen Fällen bei einem komplizierten Krankheitsverlauf zu folgenden Krankheitsbildern kommen:

  • Bronchitis,
  • Lungenentzündung,
  • Diarrhöen und
  • Mittelohrentzündungen.

Zu den gefürchteten Komplikationen gehören die akute postinfektiöse Enzephalitis, zu der es in ca. 0,1 % der Fälle kommt. Sie geht mit Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen und Fieber einher und kann in seltenen Fällen bis hin zum Koma führen. 10-20 % aller Betroffenen können an dieser Infektion sterben oder zumindest bleibende Schäden im Nervensystem davon tragen.

Eltern entscheiden für ihre Kinder

Fachärzte gehen heute davon aus, dass die Impfung eine der sichersten Präventivmaßnahmen gegen die Masern ist. Deutschlandweit gelten die Impfungen heute als zunehmend sicher und werden von den niedergelassenen Kinderärzte durchgeführt. Im individuellen Fall gilt es, als Elternteil selbstständig zu entscheiden, sich direkt von einem Kinderarzt beraten zu lassen, um für das eigene Kind im Individualfall die richtige Entscheidung zu treffen.

infografik | © bayrisches gesundheitsministerium

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Links zu weiterführenden Information

http://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/masern/was-sind-masern/
http://www.onmeda.de/krankheiten/masern.html
http://www.stmgp.bayern.de/
http://www.stmgp.bayern.de/aufklaerung_vorbeugung/impfen/index.htm