Kolumne

König Maximilian II. – Förderer von Wissenschaft und Kunst

Maximilian II. Joseph entstammte dem Wittelsbacher Geschlecht. Er wurde 1811 als ältester Sohn von König Ludwig I. geboren und verstarb 1864 an einer Infektion. König Maximilian II. war der Vater von Ludwig II., dem Märchenkönig, und Bruder des Prinzregenten Luitpold. Er war zwischen 1848 und 1864 König von Bayern.

 

In seinem Studium an den Universitäten Göttingen und Berlin zeigte er vor allem Interesse an Geschichte und Staatsrecht. Auch seine Reisen durch Europa bildeten ihn weiter und stärkten seine Liebe zu den Wissenschaften und Künsten. Er ließ die Ruine von Schloß Hohenschwangau zu seiner Sommerresidenz ausbauen. Für seinen Sohn Ludwig wird sie zum Vorbild für das Märchenschloss Neuschwanstein.

 

Aus der Ehe mit Marie Friederike von Preußen 1842 geht nicht nur Ludwig (1845 – 1886), sondern auch Otto (1848 – 1916) hervor. Im Jahr der Geburt seines zweiten Sohnes übernimmt Maximilian die Regierungsgeschäfte von seinem Vater. Eine Verfassungsreform, die unter seinem Vater entstanden war, wird von ihm anerkannt, so dass er als eher fortschrittlich, aber dennoch volksverbunden galt. Eine Neuerung war beispielsweise die Gesetzesinitiative durch den Landtag. Außenpolitisch verfolgte Maximilian der II. das große Ziel, die deutschen Staaten unter bayerischer Führung zur Großmacht zu machen.

 

König Maximilian II. versuchte die Wissenschaft und Kunst in Bayern zu fördern, indem er regelmäßig Symposien mit der geistigen Elite Münchens abhielt. Er berief berühmte Professoren an die Münchner Universität. Zudem gründete er das Maximilianeum, die Hochbegabtenstiftung Bayerns. Auch geht die höchste bayerische Auszeichnung für Wissenschaft und Kunst, der Maximiliansorden, auf ihn zurück.

 

Nach seinem Tod 1864 durch eine Rotlauferkrankung wurde König Maximilian II. in einer Seitenkapelle der Theatinerkirche in München beigesetzt.

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