Kolumne

Kletterparadies Franken

Von: Jan Sievert

Den Stein fühlen, die Stille und die Ruhe der Natur genießen und dabei über dem Abgrund hängen und das Adrenalin durch den Körper sausen fühlen – so in etwa dürften die meisten Kletterer ihr Hobby beschreiben. Dass eine Kletterroute aber nicht immer unbedingt mehrere hundert Meter lang sein und durch die Alpen führen muss, dass wissen viele Kletterer schon längst, weshalb das Frankenland mit seinen unzähligen Kalksteinformationen zu einer der beliebtesten Kletterregionen Deutschlands gehört.

Das Klettern in der Fränkischen Schweiz ist ein Eldorado für Sportler – Foto: Octagon

Allein in der Fränkischen Schweiz findet der ambitionierte Kletterer bereits 5.000 Routen, auf denen es gilt, teils senkrechtaufragende Felswände, Überhänge, Risse und Vorsprünge zu meistern. Weitere hervorragende Kletterspots finden sich zudem auch in den Klettergebieten Konstein/Aicha, Dollnstein und Prunn/Essing im Naturpark Altmühltal, in der Frankenalb sowie im Kleinziegenfelder Tal im Landkreis Lichtenfels.

Insgesamt ist das nur sehr vage definierte „Klettergebiet nördlicher Frankenjura“ mit rund 10.000 Routen eines der besterschlossensten Klettergebiete der Welt. Kein Wunder, dass es auch oftmals viele Profis in unsere Breiten zieht, die sich dann teilweise auch an einigen der schwierigsten Freikletterrouten der Welt (!) messen, dazu gehören u.a. die „Route Action Directe“, die „Corona“ und „The man that follows hell“.

Aber keine Angst, selbstverständlich gibt es auch weitaus einfachere und ungefährlichere Routen, die jeder, der Spaß am Klettern hat oder es lernen möchte, mit etwas Geschick meistern kann. So bietet das Klettergebiet nördlicher Frankenjura, egal für welche Altersgruppe, eine Vielzahl von Routen, ob sie nun als Familienvater mit ihren Kindern, zusammen mit Kletterkollegen oder als rüstiger Rentner die Felsen erklimmen möchten.

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