Kolumne

Kernkraftwerke in Bayern | Wann werden sie abgeschaltet?

Kernkraftwerke in Bayern Kernkraftwerke in Bayern
Kernkraftwerke in Bayern

Kernkraftwerke in Bayern

Seit dem Unglück in Fukushima steht eins fest – die Energiegewinnung durch Atomkraftwerke muss beendet werden. Deshalb setzte sich die Kanzlerin dafür ein, dass die Atomkraftwerke mehr und mehr abgeschaltet werden und Deutschland Strom aus erneuerbarer Energie bezieht.

Die neue Gesetzeslage verlangt sogar, dass bis 2020 alle 17 Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden.

Dieses Thema löst besonders in Bayern wichtige Diskussionen aus. Denn die meisten dieser Kernkraftwerke, umgangssprachlich auch Atomkraftwerke genannt, sind in Bayern vorhanden. Um genau zu sein, sind es insgesamt fünf Kernkraftwerke und ein Forschungsreaktor, die in Bayern vorhanden sind. Das Wegfallen dieser, würde einen erheblichen Verlust an Energiegewinn bedeuten und auch eine Menge Arbeitsplätze kosten.

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Für ein weiterhin funktionierendes System müssen daher Alternativen gebaut werden. Da Bayern ein Bundesland mit außerordentlich großem Sinn für die Natur ist, dürfte das die meisten freuen. 24% der Verbraucher in Bayern beziehen bereits reinen Ökostrom. Damit sind die Bayern in Sachen „grüne Energie“ ganz weit vorne – wie bei so vielen Dingen.

Ausstieg aus der Atomkraft – wann ist es soweit?

Da der Kernenergieanteil an der Stromerzeugung in Bayern bei 53 % liegt, und somit sehr hoch ist, muss man sich besonders in diesem Bundesland Gedanken über alternative Energiequellen machen. Im Jahr 2020 soll in Deutschland auch das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet werden.

Das letzte Atomkraftwerk, welches abgeschaltet wird, dürfte wahrscheinlich das in Ishar sein. Dieses wird ebenfalls Ishar2/Ohu genannt und liegt in Niederbayern. Dies ist ein Druckwasserreaktor, der zum ersten Mal 1988 in Betrieb genommen worden war.

Trotz des Baus von Erdgaskraftwerken und anderen alternativen Energiequellen wird Bayern auf Energieversorgung von außen angewiesen sein. Wahrscheinlich wird eine Versorgung durch die anderen Bundesländer und im Zweifel auch durch die Nachbarländer nötig sein. Da ist auch der Appell vom vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt an den bayrischen Ministerpräsidenten, Horst Seehofer, nicht unberechtigt, der sagt: „Wir vertrauen darauf, dass der Bayerische Ministerpräsident eine Lösung anstrebt, die die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Industrie bewahrt.

Die Anti-Atom-Kids aus Bayern

Er weiß also, dass ein zu schneller Ausstieg technisch schwierig, teuer und wegen des höheren CO2-Ausstoßes aus Klimaschutzgründen hoch problematisch ist. Die Umstellung der Energiegewinnung kann in Bayern auch zu einer Änderung der Preise führen.

Daher hofft man ebenfalls darauf, eine Strompreissteigerung verhindern zu können. Aus Erfahrung weiß man, dass die ganzen Kosten vom Endverbraucher getragen werden müssen. Die Prozedur des Atomausstiegs wird dabei nicht besonders einfach werden.

Doch langfristig gesehen ist es die beste Möglichkeit, die Sicherheit in Deutschland zu gewährleisten. Das Ausmaß einer Katastrophe wie in Fukushima wäre unvorstellbar. Der Weg bis dahin ist lang, auch wenn sich besonders die Bayern als Ökostrom-Interessenten rausstellen, müssen erst einmal Alternativen gebaut werden, um den Energiebedarf in dem Bundesland auch decken zu können. Strom aus anderen Bundesländern zu beziehen, würde die bayrische Wirtschaft runterziehen und ist keine dauerhafte Lösung.

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Das sonst wirtschaftlich starke Bundesland kann nur darauf bestehen, dass die wegfallenden Kernkraftwerke ausreichend mit anderen Energiequellen ersetzt werden. Dabei spielt die Zeit eine wichtige Rolle und ein Atomausstieg, der einige Jahre mehr in Anspruch nehmen würde, wäre realistischer und wirtschaftlich förderlicher für Bayern.

Dieser Artikel stellt keine Rechts-, Lebens- oder Gesundheitsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

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Artikelbild:  ©panthermedia.net Stephan Springer

2 Kommentare zu Kernkraftwerke in Bayern | Wann werden sie abgeschaltet?

  1. Hoizmichl // 14. November 2012 um 23:02 //

    Sorry lieber Journalist,

    Schreiben Sie doch lieber von Isar2 als von Isahr2.
    Ausserdem kann man prinzipiell keine Energie gewinnen.
    Man kann Energie nur umwandeln, und das auch nur mit Verlusten.
    Physikuntericht Basiswissen.
    Dieser Fehler ist aber offensichtlich leider schon Allgemeingut.

  2. Simon Schroeder // 15. November 2012 um 12:46 //

    Hallo Hoizmichl,
    vielen Dank für den Hinweis, dass sich unserer Autorin ein „H“ in den Namen des Kraftwerks geschlichen hat. Natürlich bedauern wir, dass wir Ihren inhaltlichen Anspruch an dem Beitrag selbst anscheinend nicht gerecht werden können.

    Dennoch hoffen wir, dass der Artikel durchaus lesenswert ist und auch bleibt. Ein falsch gesetzter Buchstabe und das fehlende Basiswissen aus dem Physikuntericht von vor 10 jahren sollten daran nichts ändern.

    Übrigens sind wir keine Journalisten, sondern Blogger. 😉

    Viele Grüße
    Simon

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