Kolumne

Kennen Sie das bayerische Meer ohne Palmen?

Von: Tanja Ranzinger

Was Sie kennen das bayerische Meer nicht? Den berühmten und beliebten Chiemsee im Herzen Oberbayerns? Na dann passen sie mal auf! Mitten im schönen Chiemgau ist er zu finden, der Chiemsee. Mit einer Länge von 18 km und einer Breite von 14 km hat er es durchaus verdient, als bayerisches Meer bezeichnet zu werden.

Der Chiemsee in seiner vollen Pracht – Foto: Gerhard66

Zu jeder Jahreszeit ist der Chiemsee eine Attraktion. Im Frühjahr kann man ein richtiges Blütenmeer sehen, im Sommer kommen natürlich die Urlauber beim Baden auf ihre Kosten, im Herbst zeigt sich die Natur in ihren schönsten Farben und im Winter genießen Gäste ein wahres Wintermärchen. Zudem werden Urlaubsgäste und Besucher aus aller Welt mit der gewohnten bayerischen Gemütlichkeit verwöhnt. Langeweile kommt nicht auf, denn das Freizeitangebot ist riesengroß.

Der riesige Voralpensee entstand vor mehr als 10.000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit. Der See ist vor allem wegen zwei seiner drei Inseln bekannt. Die Herreninsel, auch Herrenchiemsee genannt, wird hauptsächlich wegen der beiden Schlösser des Märchenkönigs Ludwig II. besucht. Das Schloss Herrenchiemsee ist dem Schloss von Versailles nachempfunden. Besucher können sich das unfertige Schloss bei einer Führung ansehen und erfahren dabei einige Geheimnisse des bayerischen Königs. Etwas kleiner ist die Fraueninsel, auch Frauenchiemsee genannt, auf der sich ein Nonnenkloster befindet. Jedes Jahr findet dort ein traditioneller Weihnachtsmarkt statt, der immer gut besucht wird. Die dritte und kleinste Insel ist die Krautinsel, diese ist aber nicht bewohnt.

Götterdämmerung König Ludwig II.

Der bayerische König Ludwig II. liebte die Fantasiewelten. Prunk war ihm sehr wichtig, allerdings ging ihm dabei das Geld aus, weshalb das Schloss Herrenchiemsee nie fertiggestellt werden konnte. Besucher können von Mai bis Oktober 2011 die Bayerische Landesausstellung erleben, dabei geht es um das Drama des Landes und des Königs. 125 Jahre nach dem Tod des Märchenkönigs werden den Besuchern erstmals die unvollendeten Zimmerfluchten geöffnet.

Kommentar hinterlassen