Kolumne

Keine Gnade: Bayern schießt Wolfsburg ab

FC_Wolfsburg

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Sie haben es schon wieder getan: FC Bayern gewinnt nach einer mittelmäßiger ersten Halbzeit in Wolfsburg mit 6:1. Bayern hat damit einen weiteren Bundesligarekord gebrochen – 16 Siege in Folge! Das hat vor den Münchnern bisher noch keine Mannschaft in der Bundesligageschichte geschafft. Die anfänglichen Schwierigkeiten – 0:1 Rückstand – haben gute Laune des Trainers Pep Guardiola nicht vermiesen können. Das Schützenfest der Bayern konnte nur mühsam beginnen, dafür aber war das Spiel ein wenig spannender als die sonstigen Begegnungen des bayerischen Ensembles in dieser Saison.

0:1 in der 17. Minute

[sws_red_box box_size=“630″]Die Wolfsburger haben das Spiel ordentlich begonnen. Ohne Furcht konnten sie die ersten Minuten gegen die übermächtigen Bayern gut mithalten können. Der Einsatz wurde in der 17. Minute mit einem Treffer für die Niedersachsener belohnt. Brasilianer Naldo ist das gelungen, was nur wenigen vor ihm in dieser Bundesligasaison gelungen ist: einen Führungstreffer gegen den FC Bayern zu erzielen. Wolfsburg konnte sich ungefähr 10 Minuten über die überraschende Führung freuen. In der 26. Spielminute traf Xherdan Shaqiri für die Münchner, die nächsten Tore kamen dann wie am Fließband: Thomas Müller (63./78.), Mario Mandzukic (66./80.) und Franck Ribéry (71.). Wolfsburg war in der ersten Halbzeit ein munterer Gegner, immerhin konnten sie in dieser Saison schon Heimsiege gegen Leverkusen und Gelsenkirchen feiern. Die kleine Hoffnung, man könnte zu Hause auch gegen den FC gewinnen, konnte sich nicht allzu lange halten. [/sws_red_box]

49. Bundesligaspiele in Folge ohne Niederlage

Der Auftritt in Wolfsburg war für den FC Bayern der 49. Bundesligaspiel ohne Niederlage – und das in Folge, wohl gemerkt. Die 30.000 Zuschauer in Wolfsburg konnten seine Mannschaft mit ihren Jubelschreien leider nicht dazu bewegen, die Siegsträhne der Mannschaft aus Bayern zu unterbrechen. Arjen Robben war ohne Frage mal wieder der unbeliebteste Spieler dieser Begegnung.

Der Niederländer musste sich nach dessen Neigung zum Hinfallen bei Zweikämpfen im gegnerischen Strafraum manches Pfeifkonzert anhören. Robben kann jedoch damit sehr gut umgehen, Anfeindungen sind für ihn immer wieder ein Ansporn zu noch besseren Leistungen auf dem Platz. So war es auch am Samstag. Er war ein hervorragender Vorbereiter, vor allem für Thomas Müller, der einen Glanzauftritt in Wolfsburg hatte.

Zwölf Gegentore in zwei Spielen

Nach der 2:6-Pleite letzter Woche gegen Hoffenheim mussten Wolfsburger mit der Heimniederlage gegen Bayern eine weitere bittere Pille schlucken. 12 Tore innerhalb einer Woche zu verlieren lässt schon zum Nachdenken, zudem der Werksklub finanziell sehr gut da steht. Der Wolfsburger Mittelfeldspieler Daniel Caligiuri sagte nach dem Spiel: „Das ist schon enttäuschend.

Wir müssen unsere beiden Niederlagen so schnell wie möglich vergessen“. Geschäftsführer Klaus Allofs versuchte die bittere Niederlage ein bisschen zu rechtfertigen: „Wir stoßen gegen Gegner wie den FC Bayern an unsere Grenzen. Heute haben wir mit offenem Visier gespielt und unseren Chance gesucht. Vielleicht war das Visier zu offen.“

VfL Wolfsburg v FC Bayern – 08.03.2014

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Luis Louro

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