Kolumne

Kaufen oder Mieten – In Bayern wirds teuer

Kaufen in Bayern Kaufen in Bayern
Kaufen in Bayern

Kaufen in Bayern

Der Freistaat Bayern mit seinen grünen Naturlandschaften, den vielen Seen, Schlössern und Burgen, aber auch den interessanten Großstädten, ist zum Wohnen und Leben beliebter denn je.

Doch gerade diese Beliebtheit macht, ganz nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage, dieses südlichste aller Bundesländer mittlerweile auch zum teuersten Wohnort Deutschlands.

Je nach Region, Alter der Wohnung und Wohnungsart, sind die Mietpreise von gerade noch bezahlbar bis zu Höchstmieten in der Landeshauptstadt München vertreten. Natürlich steigen die Mieten nicht nur in Bayern in den letzten Jahren extrem an, sondern klar auch bundesweit. Schaut man sich die Preise für Wohnraum in ganz Deutschland der letzten zehn Jahre an, so stiegen diese für ältere Wohnungen um etwa 25% und für Neubauwohnungen sogar um enorme 37%. Da München sogar die teuerste deutsche Stadt ist, was den Wohnungsmarkt betrifft, überlegen sich immer mehr Menschen, ob es angesichts dieser Mieten nicht besser währe, gleich eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen. Verständlich. Doch lohnt sich das?

Haus bauen oder kaufen?

Wohnraum in Deutschland ist knapp

Wer in Bayern ein Haus oder eine Eigentumswohnung besitzt und diese Immobilie verkaufen möchte, kann sich aktuell wirklich glücklich schätzen. Ganz egal, was er einmal dafür bezahlt hat, kann er heute bis zu 44% mehr dafür bekommen.

Wer also im Umkehrschluss eine Immobilie dort kaufen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Dies liegt wohl vor allem an der herrschenden Wohnungsknappheit, von derzeit 250.000 fehlenden Wohnungen. Wenn jedes Jahr ca. 150.000 neue Wohnungen gebaut werden würden, wären die steigenden Mietpreise aufzuhalten.

Allerdings sind es im Moment nur etwa rund 70.000, weshalb jeder, falls er überhaupt eine findet, für seine Wohnung wohl auch in Zukunft teilweise ein Drittel seines Einkommens zahlen werden muss. Wer es sich leisten kann, sollte also selbst ein Haus bauen kaufen. Wenn er dann auch noch vorhat, darin Wohnungen zu vermieten oder Eigentumswohnungen zu verkaufen, kann er sogar noch Zuschüsse vom Staat dafür bekommen.

Bayerische Hausbau – Messe Eigentum und Wohnen

Preise für Immobilien

Wer zurzeit in München eine zehn Jahre alte Wohnung kaufen möchte, die eine Größe von ca. 70 Quadratmetern hat, zahlt dafür einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 3580 Euro. Insgesamt also rund 250.000 Euro.

Im Vergleich dazu kostet in Sachsen-Anhalt, genauer in der Stadt Köthen (günstigste deutsche Stadt), dieselbe Eigentumswohnung gerade einmal ca. 660 Euro je Quadratmeter, also insgesamt rund 46.000 Euro. Das macht einen Preisunterschied von stolzen 200.000 Euro in ein und demselben Land!

Doch selbst in Bayern unterscheiden sich die Immobilienpreise regional noch einmal extrem. So liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Nürnberg bei rund 2.800 Euro, in Augsburg bei rund 2.650 Euro und in Kaufbeuren sogar nur bei rund 2.000 Euro. Auch wenn das Wohnen in Bayern teurer ist, als im restlichen Deutschland, so macht doch die Lage und die Lebensqualität diese Ausgaben allemal wieder wett. Wer nicht unbedingt in der Münchner Innenstadt wohnen möchte, sondern eher am Stadtrand, im Umland oder in einer ganz anderen Region, der kann auch in Bayern eine relativ günstige Wohnung zur Miete oder zum Kaufen finden. Allerdings braucht jeder Wohnungssuchende in Bayern ein wenig mehr an Geduld und Ausdauer, denn auf eine freie und noch dazu bezahlbare Wohnung, kommen in der Regel mehrere Hundert Bewerber.

Wohnen im Ballungsraum München – Bayern


Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Marén Wischnewski

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