Kolumne

Justiz in Bayern gnadenloser als im Rest von Deutschland?

Bayern sicherer? Bayern sicherer?
Bayern sicherer?

Bayern sicherer?

Weit über die Regionen Bayerns hinaus ist bekannt, dass die bayerische Justiz nicht mit sich spaßen lässt.

Gerne wird über gebürtigen Bayern gelästert, wenn es um das rigide Vorgehen gegen Wirtschaftskriminalität und Überwachung von öffentlichen Plätzen geht. Das polizeiliche Sicherheitsaufgebot zum jährlichen zweiwöchigen Oktoberfest ist legendär. Trotzdem hadert die bayerische Polizei mit einem schlechten Image.

Jüngst mussten sie sich medial gefallen lassen, eine wehrlose Frau, die bereits auf der Wachstube gefesselt auf einer Pritsche lag, nochmals eine „mitgegeben“ zu haben. Konkret: Mit einem Fausthieb wurde der Frau offenbar das Nasenbein gebrochen. Nun, dies sind sicher die weniger rühmlichen Geschichten aus der bayerischen Dienstaufsichtsbehörde. Bayerns Innenminister Herrmann reagiert konsequent mit internen Untersuchungen. Jedoch muss an dieser Stelle auch die Frage erlaubt sein:

Verleihung der Medaille „Courage bringt Sicherheit“ – Bayern

Bayern als das sicherste Bundesland?

Uneingeschränkt rangiert Bayern an der Spitze, wenn es um Themen wie Sicherheit und Wirtschaftswachstum handelt. Die Gründe liegen auf der Hand: Das eine bedingt das andere. Je sicherer sich Bürger und Bürgerinnen in einem Bundesland fühlen, desto lieber arbeiten und leben sie in diesem.

Die durchaus sichtbare Präsenz von Sicherheitskräften in den U- und S-Bahnbereichen der Großstädte kann durchaus ein ungutes Gefühl der Überwachung erzeugen. Jedoch sind in letzter Zeit Übergriffe an öffentlichen Plätzen zur Regel geworden.

München ist auch hier eine der sichersten Großstädte. Kinder können wie selbstverständlich ohne Erwachsenenaufsicht ihren Schulweg meistern. Zudem feiern Jugendliche auch nachts in den Innenstädten und treten sicher den Heimweg antreten. Und warum? Weil Polizei und Gerichte Hand in Hand arbeiten. Geschwindigkeitsüberschreitungen werden ebenso konsequent geahndet wie Belästigungen, Diebstahl und körperliche Übergriffe.

 

Gesetze zur Sicherheit

Gesetze zur Sicherheit

Dafür gibt die bayerische Staatsregierung gerne viel Geld aus, damit die Sicherheit des Einzelnen auch weiterhin in Bayern ein hohes Gut bleibt. Auch die alljährlich abgehaltene Sicherheitskonferenz in München bestätigt den Erfolg der Sicherheitsbehörden.

Einmal im Jahr treffen sich Spitzenpolitiker aus wichtigen Ländern in München, um sicherheitsrelevante Themen zu besprechen. Keine Überlegungen haben jemals stattgefunden, ob die Konferenz nicht doch lieber in der Hauptstadt Berlin stattfinden sollte. Auch hier hat die Justiz in Zusammenarbeit mit der Polizei ganze Arbeit geleistet. Großräumig wird der Platz um das Hotel abgesperrt und selbst Geschäftsleute nehmen die meist doch geschäftsschädigende Maßnahme für mehrere Tage gerne in Kauf.

Wissen sie doch: Je sicherer sich die Menschen fühlen, umso besser fürs Geschäft. Auf lange Sicht gesehen. Aber Bayern besteht nicht nur aus München. Statistisch gesehen passieren in Bayern die wenigsten Verbrechen deutschlandweit.

Sicherheit durch Digitalfunk – Bayern

Der Bayer fordert Sicherheitsstandards

Bayern ist ein konservativ regiertes Bundesland. Die Menschen leben und denken hier noch traditionsbewusster als in vielen anderen Bundesländern Deutschlands.

Nicht ohne Grund hat Bayern eine Sonderstellung und nicht nur aufgrund der kleinen, konservativen Schwesterpartei CSU, die mit der großen Schwester CDU mitregiert. Aber tatsächlich spiegelt sich dieses bayerische Wertesystem auch darin wieder, dass die Menschen misstrauisch sind und gerne unter sich bleiben. Denn nur so fühlen sich die Bürger sicher.

Das führt dazu, dass wenn sich der Einzelne bedroht fühlt, auch gerne politisch Druck ausgeübt wird und härtere Gesetze und Vorschriften rigoros gefordert werden.

Wildbad Kreuth 2012 – Mehr Sicherheit für Bayern

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Helmut Lechner
Artikelbild Mitte: ©panthermedia.net Arne Trautmann

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