Kolumne

Intersolar Europe 2013 – München

Intersolar 2013 Intersolar 2013
Intersolar 2013

Intersolar 2013

Entstanden aus einer Liebhaberei und entgegen einiger Voraussagen, hat sich die Intersolar inzwischen zur weltgrößten Fachmesse der Solarindustrie gemausert.

2013 findet sie zum fünften Mal in den bewährten Hallen der Münchner Messe statt und lockt Besucher sowie Aussteller aus aller Welt, auf der Suche nach neuen Ideen, Lieferanten oder Kunden.

Die Intersolar bietet mit der „Intersolar Europe Conference“ eine begehrte Plattform zum Austausch von Neuerungen oder Entwicklungen rund um die Photovoltaik oder Solarthermie. Einmal mehr bietet die Konferenz 2013 eine große Bandbreite an spannenden Vorträgen und Workshops rund um das Hauptthema „Solarenergie“. Erwartet werden 1.255 Aussteller, die ein breites Spektrum an Fachwissen in den Bereichen Solarthermie, als auch Photovoltaik bereithalten. Damit ist die Zahl der Aussteller im Vergleich zum Vorjahr drastisch gesunken, was jedoch mit der aktuellen Lage der Branche zu erklären ist. Ob sich auch die Besucherzahl (in 2012: 66.000 Besucher) entsprechend reduzieren wird, bleibt abzuwarten.

Intersolar Award 2012

Photovoltaik in der Krise

Die soeben angesprochenen, gesunkenen Ausstellerzahlen sind durch die Krise zu erklären, mit der die Solarbranche seit einiger Zeit zu kämpfen hat. Rasch sinkende Preise durch außereuropäische Konkurrenz bei gleichbleibenden Produktionskosten haben einigen namenhaften Herstellern in Europa schwere Schäden zugefügt.

Viele große Unternehmen mussten im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden, wurden verkauft oder kämpfen noch immer ums Überleben. Eine ernsthafte Besserung ist noch nicht in Sicht.

Viele der Unternehmen befinden sich noch in Kurzarbeit oder haben einige Produktionslinien stillgelegt. „Eine natürliche Marktbereinigung“ – sagen Insider, und so sind weiterhin viele bekannte Namen wie „JA Solar Holdings“, „Aleo Solar“ oder „Saint-Gobain Solar Glas“ nach wie vor auf der Ausstellerliste zu finden. Manch einer taucht nun auch unter anderem Namen, auf wie zum Beispiel die Bitterfeld-Wolfener Q-Cells AG nun als „Hanwah Q-Cells“ firmiert.

[sws_green_box box_size="640"] Besonderes Interesse dürfte dieses Jahr auch den Speicherherstellern gelten. Dieser Markt ist aktuell groß im Kommen und verspricht dem Endverbraucher nach der enttäuschenden Senkung der Einspeisevergütungen wieder rentable Energieerträge – zum Sofortverbrauch durch die eigenen PV-Anlage direkt im Eigenheim. Doch nicht nur die Modulhersteller finden sich auf dieser Messe ein, sondern auch alle aus der Wertschöpfungskette rund um die Herstellung. [/sw[/sws_green_box]

Ob Unterkonstruktionen von „Schletter“ oder „Armacell“, Spezialverpackungen von „Eckpack“, oder Zellhersteller wie „Neo Solar Power“ – auf der Intersolar ist von A-Z alles vertreten, was Rang und Namen, rund um die Modulherstellung hat. Vereinzelt werden auch dieses Jahr wieder Solartankstellen für Elektrofahrzeuge vorgestellt. Auch dies ist ein spannender Markt, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut und auf der Intersolar gerne gesehen ist.

Intersolar 2012 zeigt neueste Trends

Wie geht es weiter?

Ideen sind viele im Umlauf. Welche der Neuheiten sich tatsächlich durchsetzen werden, ist noch ungewiss. Maschinenhersteller werben mit zellverbinderfreien Produktionslinien und Entwickler in den USA mit holographischen PV-Modulen die deutlich mehr Effizienz versprechen.

Es wird ebenso für Hybridmodule geworben, die PV und Thermie in einem Element vereint. Klarheit in diesem wechselhaften Markt wird uns wohl nur die Zeit bringen, einen guten Überblick allerdings bereits die Intersolar.

Fazit: Die Intersolar ist ein Muss für alle Branchenkenner und die, die es werden wollen. Die Messe 2013 verspricht aufgrund der vielen Neuerungen sowie der aktuellen kritischen Lage, eine der spannendsten Messen der letzten Jahre zu werden. Besucht werden kann die Messe vom 19.06.2013 bis zum 21.06.2013.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Jörg Schmalenberger

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