Kolumne

Ingenieurwissenschaften in Bayern: Studium, Karriere und Chancen

Um eventueller Verwirrung gleich entgegen zu treten, so sollte man wissen, dass Ingenieurwissenschaften und Ingenieurwesen synonym verwendete Begriffe sind. Was aber sind Ingenieurwissenschaften eigentlich genau? Unter dem Oberbegriff „Ingenieurwissenschaften“ lassen sich zahlreiche technische Wissenschaften zusammenfassen.

Ingenieur | © Bildagentur PantherMedia /pressmaster Ingenieur | © Bildagentur PantherMedia /pressmaster

Sie alle beschäftigen sich sowohl mit der Fragestellung als auch mit der Lösung im Bereich des Maschinenbaus, der Elektrotechnik und des Bauingenieurwesens. Hier werden viele Bereiche abgedeckt, die der Entwicklung, der Konstruktion, der Produktion sowie der Prüfung zuzuschreiben sind.

Die Aufgaben des Ingenieurs

Der Ingenieur sucht vor allem nach optimalen Lösungen, die auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Hier geht es beispielsweise um effiziente Produktionsverfahren, Baumaßnahmen oder um innovative Produkte.

Des Weiteren zählen zu den Inhalten der Ingenieurwissenschaften wirkungsvolle, effektive Lösungen für technische Probleme. Und natürlich geht es hier auch um die Entwicklung von zukunftsträchtigen Technologien. Hier geht es oftmals um die Dinge, die das Leben erleichtern, dazu zählen beispielsweise 3D gedruckte Teile aus Aluminium und anderen Materialien.

Das Studium und die Zulassungsvoraussetzungen

Sicher ist schon deutlich geworden, dass es sich bei den Ingenieurwissenschaften um einen riesigen Bereich handelt.

Um Ingenieurwissenschaften studieren zu können muss man wissen, welche Hochschulen welche Zulassungsvoraussetzungen erwarten. Das kann nämlich von Hochschule zu Hochschule sehr unterschiedlich sein.

Diese Voraussetzungen können sein, das Abitur, die Fachhochschulreife, die fachgebundene Hochschulreife, oder aber auch berufliche Qualifikationen. Oftmals werden ein Vorpraktikum und Englischkenntnisse auf dem Niveau B2 vorausgesetzt.

Es ist immer sinnvoll, die Kontaktmöglichkeiten zu den entsprechenden Hochschulen zu nutzen, um genau in Erfahrung zu bringen, welche Zulassungsvoraussetzungen gefordert sind.

Die Vielseitigkeit der Studieninhalte

Technik | © Bildagentur PantherMedia /Artinun Prekmoung

Technik | © Bildagentur PantherMedia /Artinun Prekmoung

Schon im Bachelorstudium der Ingenieurwissenschaften wird eine umfangreiche Grundausbildung vermittelt. Zu gleichen Teilen werden hier ingenieur- und naturwissenschaftliche Themen vermittelt. Sie stellen die gemeinsamen Grunddisziplinen aller ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge dar. Zu den Grundlagenfächern gehören unter anderem die Physik und Chemie, Mathematik und Informatik. Außerdem gehören technische Mechanik, Konstruktion und Werkstoffkunde, Thermodynamik, Elektrotechnik und auch Lebensmitteltechnologie dazu.

Der Bachelorstudiengang ist sehr breit ausgerichtet. Alle die im Anschluss noch ein Masterstudium absolvieren möchten, haben so die gesamte Bandbreite an ingenieurwissenschaftlichen Fächern zur Auswahl, um sich entsprechend spezialisieren zu können.

Die beruflichen Perspektiven der Ingenieurswissenschaften

Alle die folgenden Berufsbezeichnungen zeigen bereits die beinahe unerschöpfliche Vielzahl an Möglichkeiten auf, die man nach dem Absolvieren eines Ingenieurstudiums tatsächlich hat.

Die Berufsbezeichnungen: Bauingenieur, Chemieingenieur, Elektrotechnik und Informationstechnik-Ingenieur, Entwicklungsingenieur und Fahrzeugtechnik Ingenieur. Außerdem werden Ingenieure in der Luft- und Raumfahrttechnik, im Marketing, im Maschinenbau, in der Medizin und der Medizintechnik, als Produktmanager, Prozessingenieur, Verfahrensingenieur oder Wirtschaftsingenieur benötigt.

Keine Frage also, dass sich gerade in den letzten Jahren Ingenieure über einen guten Arbeitsmarkt mit sehr vielen Jobs freuen konnten. Auch wenn die Zahlen der Absolventen stetig gestiegen sind, so ist gerade hier in diesem Bereich die Arbeitslosenquote so gering wie bei kaum einer anderen Berufsgruppe.

Dies resultiert vor allem aus der dauerhaft positiven konjunkturellen Entwicklung in den High-Tech- und Science-Branchen. Aber natürlich spielt auch der exorbitante Fachkräftemangel, der beinahe überall herrscht, hier eine entscheidende Rolle. Das heißt im Umkehrschluss, die Karriereperspektiven für Studierende der Ingenieurwissenschaften sind wirklich ganz ausgezeichnet.

Hinzu kommt noch, dass die Zahl der Stellenanzeigen, bei denen ein Ingenieur-Studium zwingende Voraussetzung ist, ebenfalls immer weiter ansteigt. Genau dieser Faktor macht auch den Studiengang Ingenieurwissenschaften zu einem der gefragtesten Studiengänge unserer Zeit.

Diese Jobs stellt der Arbeitsmarkt für Ingenieure bereit

Bauwesen | © Bildagentur PantherMedia /pressmaster

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Neben den klassischen Jobs für die Ingenieure, wie beispielsweise im Maschinenbau, der Elektrotechnik und im Bauingenieurwesen, die der Arbeitsmarkt bereitstellt, gibt es aber außerdem auch sehr viele Angebote für Ingenieure in den Bereichen Umwelt, Sicherheit, Medizin, Werkstofftechnik und der Wirtschaft.

Neben dem fachspezifischen Wissen eines Absolventen ist ein breites technisches Basiswissen gefragt. Viele Unternehmen setzen dann auf individuelle und spezifische Weiterbildung, um die entsprechenden Produkte ihres Unternehmens weiterentwickelt zu können.

Neben den technischen Fähigkeiten sind aber auch Kenntnisse im wirtschaftlichen Bereich sehr gern gesehen. Die Hauptaufgabe liegt vor allem darin, möglichst effiziente Lösungen für technische Probleme zu finden. Aus diesem Grund sind sowohl technisches Verständnis als auch Detailwissen im Anwendungsgebiet sowie Kreativität, um innovative Lösungen zu erarbeiten, besonders gefragt.

Wie schlägt sich das Studium der Ingenieurwissenschaft im Gehalt nieder?

Deutlich geworden ist sicherlich, wie hervorragend die Berufsaussichten für angehende Ingenieure sind, aber auch das zu erwartende Gehalt lässt die Herzen sicher höherschlagen. Ein ermittelter Durchschnittsbruttowert für Absolventen der Ingenieurwissenschaften lag im Jahr 2018 bei 67.000 Euro. Umgerechnet sind das monatlich 5.580 Euro brutto im Monat.

Wie gesagt, hierbei handelt es sich um einen ermittelten Durchschnittswert, aber das zukünftige Gehalt wird nach unterschiedlichen Faktoren bestimmt. Angefangen damit, in welchem Bundesland man sein Arbeitsverhältnis aufnimmt. Aber auch die Unternehmensgröße, die Branche und die eigene Qualifikation spielen beim später zu erwartenden Gehalt natürlich eine Rolle.

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