Kolumne

IENA 2013 | Nürnberger Tüftler-Messe ein großer Erfolg

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Die IENA, eine international beachtete Fachmesse für Ideen, Erfindungen und Neuheiten, die alljährlich in Nürnberg stattfindet, hat sich schon seit langer Zeit als die Messe für Tüftler etabliert.

Ende 2012 fand sie bereits zum 64. Mal statt. Über 4 Tage hinweg konnten dabei Fachbesucher und Interessierte die mehr als 750 Erfindungen aus 34 verschiedenen Ländern in Augenschein nehmen.

Die Erfindungen reichen übrigens von den Hilfen für den alltäglichen Gebrauch, bis hin zu Hightech-Problemlösungen der anspruchsvollen Sorte. Die Teilnehmer sind in der Regel freie Erfinder aller Altersklassen, von Schülern bis hin zu Senioren, die darauf hoffen, mit ihren Erfindungen bei Unternehmen Anklang zu finden. Dass die Messe immer wieder Neuheiten hervorbringt, die sich durchsetzen, hat sich bereits in der Vergangenheit gezeigt. Jedes Baby und Kleinkind profitiert beispielsweise im Wasser von den Schwimmflügeln. Auch sie feierten ihre Premiere einst auf der IENA.

Wer selbst zur IENA 2013 möchte:

IENA 2013 | Öffnungszeit 31.Oktober bis zum 03.November
Webseite: http://www.iena.de/de/home.html


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Ideen für die Welt – Bayerisches Fernsehen

Hohes Niveau auf der IENA

Wie hoch das Niveau der Erfindungen ist, zeigt sich an den Auszeichnungen, die von einer internationalen Fachjury auf der Tüftler-Messe vergeben wurden. Dieser Jury fiel es schwer, aus den innovativen Ideen diejenigen auszuwählen, die eine Medaille oder einen Ehrenpreis verdient hatten.

Schlussendlich wurden immerhin 446 Medaillen verliehen. Davon konnten die freien Erfinder 150 für sich beanspruchen, während die Schüler und Jugendlichen 100 Medaillen erhielten. Hinzu kamen 180 Ehrungen für Universitäten und Hochschulen.

Die Preisträger kamen aus den unterschiedlichsten Ländern. Michael Rodmann vom Unternehmen „Telegant GmbH“ mit Sitz in Jena konnte beispielsweise mit seiner Erfindung den Großen Preis der Tüftler-Messe gewinnen. „SYNTELIO“ hilft Menschen, die nicht mehr richtig hören können. Mit dieser Entwicklung können Betroffene ohne ein zusätzliches Gerät telefonieren. Eine Revolution. Das elektronische Gerät wurde von der Firma in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut der Digitalen Medientechnologie entwickelt. Es verbessert die Sprachsignale des Telefons deutlich. Wie bei einem Hörgerät werden die Störgeräusche herausgefiltert. Zudem werden die Tonfrequenzen individuell auf die Bedürfnisse des jeweiligen Hörgeschädigten zugeschnitten, was durch einen besonderen Algorithmus passiert. Dadurch wird die beliebige Nutzung von Mobil- und Festnetztelefonen wieder möglich – eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.

IENA – Nuernberger Erfindermesse 2011 WsWW

IENA 2013 | Hightech, grüne Energien und Hilfen für den Alltag

Die Erfindungen stammen aus allen Bereichen des Lebens. Der Fokus lag aber einmal mehr auf Ideen rund um „grüne Energien“. Dort war in den letzten Jahren eine verstärkte Beantragung von Patenten zu verzeichnen. Dieser Trend zeigte sich nun auch auf der IENA 2013.

Doch auch weitere nützliche Erfindungen für den Alltag zogen die Besucher an. Ein Koffer, der sich zu einem Bett umbauen lässt, ist für Reisende der Zukunft vielleicht eine gute Alternative zum Hotel. Diese Innovation kann Vielfliegern helfen, wenn sie wieder einmal dank eines Streiks am Flughafen festsitzen.

Von solchen Erfindungen profitieren übrigens auch bereits sehr bekannte Marken wie die Rimowa GmbH, die mit dem Rimowa Salsa Deluxe Trolley ebenfalls neue Wege in Sachen der Konstruktion gegangen sind und am Flughafen könnte zudem auch der vorgestellte DUCT Rover helfen, ein Serviceroboter, der von selbst fährt. Er soll innerhalb von rechteckigen Medienkanälen für Ordnung sorgen, denn dort erledigt er die anfallenden Aufgaben der Wartung und der Inspektion. Verbindung zum Bedienungspersonal, die sich außerhalb der Schächte befinden, hält der kniehohe Roboter über Funk.

Erfindungen

Erfindungen

Sinnvoll ist diese Erfindung vor allem für die Ent- und Belüftung innerhalb von Gebäuden, in Großküchen und Produktionshallen, Tiefgaragen und Krankenhäusern. Letztere beherbergen oft Patienten, die zuhause viele Medikamente einnehmen müssen und dies gelegentlich leider vergessen.

Diesem Problem haben sich zwei Schüler aus Cham in der Schweiz angenommen. Sie präsentierten auf der IENA 2012 einen intelligenten Behälter für Medikamente. Er erinnert den Besitzer daran, rechtzeitig seine Tabletten einzunehmen. Dies passiert durch einen Mikrocontroller. Er ist so programmiert, dass er durch Ton- und Lichtsignale mitteilt, wann die jeweilige Tablette eingenommen werden muss. Diese und weitere Innovationen fanden großen Anklang bei den Besuchern der Messe. Welche sich davon in der Zukunft durchsetzen können und umgesetzt werden, wird die Zeit zeigen.

Bildquellen
Artikelbild: Iena | Pressebilder
Unten-Links: ©panthermedia.net Engin Korkmaz

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