Kolumne

Hybrid Fahrzeuge in Deutschland und Bayern

Das Wort Hybrida bedeutet im Lateinischen „Mischling“. So definiert sich der Hybrid in der Zoologie als ein Wesen, welches durch die Kreuzung zweier verschiedener Rassen gezüchtet wird. Analog dazu steht dieser Begriff in der Technik allgemein für das Verfahren, zwei völlig unterschiedliche Produktions-Prozesse in einem System effizient zu verschmelzen. Nach diesem Prinzip entstand in der Kraftfahrzeug-Technik die Antriebsform aus der Kombination eines Verbrennungsmotors mit einem Elektrotriebwerk. Im Jahr 1997 wurde die erste industriell gefertigte Serie von Hybridautos mit dem Toyota Prius ins Leben gerufen. Seither stehen die Entwicklung, die Fertigung und die Nutzung von Hybrid-Fahrzeugen in Deutschland und vor allem in Bayern sehr weit oben auf der Liste der politischen Zukunfts-Agenda.

Hybrid Fahrzeuge in Deutschland und Bayern

Hybrid Fahrzeuge für die Umwelt

Der Umweltschutz spielt in allen westlichen Industrieländern eine immer größere Rolle. In Deutschland hat sich in der Bevölkerung durch die Abkehr von allen die Natur schädigenden Technologien wie der Atomkraft ein neues Bewusstsein fest verankern können. Gerade das Land Bayern, der wichtige und massiv auf den internationalen Export orientierte Produktionsstandort, zeigt im Bereich Umweltschutz großen Fortschritt.

Bayern will auch im Tourismus gleichermaßen führend bleiben und muss deshalb dem Klimaschutz ganz besondere Aufmerksamkeit schenken. Der CO2-Ausstoß eines Hybrid-Fahrzeuges ist gegenüber herkömmlichen nur mit Verbrennungs-Aggregaten ausgerüsteten Autos wesentlich reduziert. Auch der Verbrauch von fossilen Kraftstoffen, die weltweit nur begrenzt zur Verfügung stehen, wird stark verringert. Selbst im Effizienz-Vergleich zeigen Hybrid-Fahrzeuge, dass die Antriebs-Leistung schon im niedrigen Drehzahl-Bereich signifikant zu steigern ist und sich damit schonend auf die Umwelt auswirkt.

Verschiedene Konzepte der Hybrid Fahrzeuge

Bei dem seriellen Hybrid weist der zweite Energiewandler keine mechanische Verbindungs-Konstruktion zur Antriebsachse auf. Der Verbrennungsmotor lädt über einen elektrischen Generator die Akkumulatoren auf, welche die notwendige Fahrenergie für den Elektromotor bereitstellen beziehungsweise speichern. Der BMW i3 Range-Extender wird zum Beispiel nach diesem Prinzip angetrieben.

Ein paralleler Hybrid lässt sowohl das Verbrennungs- als auch das Elektroaggregat auf den mechanischen Antrieb wirken. Aufgrund dieser Addition der Kräfte können deshalb beide Motoren kleiner dimensioniert werden, wodurch beim Fahrzeug-Gewicht eingespart wird und auch die Gesamt-Herstellungskosten gesenkt werden können. In der Kompakt-Klasse reduziert der Honda Civic Hybrid seinen CO2-Ausstoß nach diesem System auf nur noch 103 Gramm pro Kilometer.

Die leistungsverzweigten Hybrid-Fahrzeuge kombinieren einen parallelen mit einem seriellen Antrieb so variabel, dass entsprechend der jeweiligen Straßenverhältnisse auch während der Fahrt frei gewählt werden kann. Dies ist durch ein Kupplungs-System möglich, welches es dem Fahrer erlaubt, beliebig und automatisch zwischen beiden Antriebsarten wechseln zu können. Der Mercedes B-Klasse E-Cell Plus verfügt schon serienmäßig über diese Technologie.

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Entwicklung der Hybrid Fahrzeuge

Allgemein geht man heute davon aus, dass die Hybrid-Fahrzeuge mit ihren Kombinationen aus Verbrennungs- und Elektromotoren in den oben dargestellten Varianten die Zukunft auf den deutschen Straßen und Autobahnen bestimmen werden. Denn selbst in der Luxus-Klasse deutscher Kraftfahrzeuge konnte das Hybrid-System erfolgreich etablieren werden. Das Image eines zwar ökologisch orientierten, aber sonst spaß- und freudlosen Hybrid-Autofahrers hat sich grundlegend gewandelt. Als gutes Beispiel kann der Porsche Panamera S E-Hybrid herangezogen werden, das repräsentative 416-PS-Kraftpaket in der bekannten Limousinen-Ausführung der Edelautos aus Zuffenhausen.

Dieser Wagen bringt bei fünf Metern Länge und zwei Metern Breite volle zwei Tonnen Gewicht auf die Waage. Und doch setzt sich dieser Luxus-Schlitten auf imposante Weise völlig lautlos in Bewegung. Schon das 70-KW-Elektroaggregat allein kann das Fahrzeug auf 130 km/h beschleunigen. Die deutschen Ingenieure haben etwas wirklich Außergewöhnliches geschaffen. Löste noch vor ein paar Jahren der Fahrer eines solchen Autos an jeder freien Tankstelle ein unverständiges Kopfschütteln bei den Kleinwagen-Kunden aus, so ist es heute nur noch das bloße Erstaunen.

Dieser Porsche benötigt im Fahr-Test bei vollgeladenem Akkumulator für diese Klasse minimale 5,5 Liter Treibstoff. In dem vom Werk angegebenen Normzyklus liegt der Verbrauch gerade einmal bei 3,1 Liter. Das heißt, dass der CO2-Ausstoß dieses Panamera S E-Hybrid in der Konstruktions-Entwicklung von Zuffenhausen bis auf 71 Gramm pro Kilometer abgesenkt werden konnte.

Gute Aussichten für Hybride

Vom Kleinwagen bis zum Luxusauto wird heutzutage jedem Autofahrer und jedem begeisterten Anhänger der Hybrid-Technik alles nur Wünschenswerte angeboten. Die Freude am Fahren und das ökologisch-kritisch geschärfte Bewusstsein schließen sich schon lange nicht mehr aus. Das zeigen auch die verdoppelten Zulassungszahlen von Hybrid-Fahrzeugen in Bayern allein im Jahre 2014 und unterstreichen damit den aktuellen Trend in Gesamt-Deutschland.

Allein im November 2014 wurden in der Bundesrepublik 2273 Hybrid-Autos neu zugelassen. Das entspricht einer Zuwachsrate von über fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. An der Spitze der Beliebtheitsskala steht der weiter oben schon erwähnte BMW i3 in der Hybrid-Version Range-Extender und bald wohl auch die neue C Klasse 350 e von Mercedes, für die es sogar schon Ersatzteile im Internet gibt wie man hier sehen kann. Diese Fahrzeuge zeichnen sich nicht nur durch die modernste Antriebs-Technik, sondern auch durch eine in die Zukunft weisende äußere Gestaltungs-Technik aus.

Fazit

Die Hybrid-Fahrzeuge sind nach dem heutigen Stand der Erkenntnisse den konventionellen Wagen und den reinen Elektroautos deutlich überlegen. Allein durch die erfolgreiche Kombination zweier so ausgereifter Technik-Systeme, wie die des Verbrennungsmotors und mit der des Elektromotors, wird die enorme Bandbreite von sparsamen Betriebs-Möglichkeiten dieser Autos erschlossen. Denn eine echte Unabhängigkeit wird erst durch die potenziellen Variationen der Antriebe von Fahrzeugen zur Realität.

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Bildquelle
Artikelbild: © panthermedia.net / wen hui wang

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