Kolumne

Hochwasser in Bayern

Die Situation noch immer angespannt Die Situation noch immer angespannt
Die Situation noch immer angespannt

Die Situation noch immer angespannt

Tagelang war der Süden Deutschlands von Dauerregen betroffen.

Die dadurch angestiegenen Flusspegel führten in vielen Teilen Bayerns zu Überschwemmungen. Die Gebiete um die Flüsse Main, Donau und Inn traf es am schlimmsten. In den Landkreisen Traunstein, Rosenheim, Berchtesgadener Land und Erding entfielen in den Schulen am 3. Juni aufgrund des Hochwassers die Abiturprüfungen.

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Hochwasser im nördlichen Bayern
Hochwasser im südlichen Bayern [/sw[/sws_yellow_box]

Wann diese nachgeholt werden, ist bisher noch nicht bekannt. Nördlich der Donau wurde die Gefahrenstufe, die Meldestufe 4, ausgesprochen. Es waren große Teile von bebauten Gebieten überflutet und ein Einsatz der Wasser- bzw. Dammwehr war erforderlich. Es werden Geldschäden in Millionenhöhe erwartet. Südlich der Donau, wo ebenfalls die Meldestufe 4 erreicht war, sinken die Wasserstände allmählich. Im äußersten Südwesten Bayerns konnte bereits Anfang der Woche Entwarnung gegeben werden. Es durfte mancherorts mit Aufräumarbeiten begonnen werden. Grund zum Aufatmen gab es allerdings noch immer nicht. In der Nacht auf den 04.06.2013 gab es in Bayern neuen Niederschlag von etwa 10 bis 15 Millimeter pro Quadratmeter.

Hochwasser im nördlichen Bayern

Unterfranken hatte mit erheblichen Behinderungen zu kämpfen. In Schweinfurt konnte aufgrund von Überschwemmungen die „Mainbühne“ für Konzerte nicht aufgebaut werden. Die Start- und Landebahnen von Regionalflugplätzen der Region Main-Rhön konnten wegen Überflutung nicht genutzt werden. Auch die Schifffahrt auf dem Main wurde weitgehend stillgelegt. Auf der A 73 im Landkreis Bamberg musste eine Ausfahrt aufgrund von Hochwasser gesperrt werden.

In Oberfranken setzte nach dem seit Freitag (31.05.) anhaltenden Dauerregen vorerst eine Regenpause ein. Somit stiegen die Flusspegel nicht weiter an. Eine mögliche Gefahr stellten Berghänge, nahe Lichtenfels, dar, die als Folge der Überschwemmung abzurutschen drohten. Einsatzkräfte und Feuerwehrleute sind auf den nächsten Regen vorbereitet. Auch in Mittelfranken kam es zu Überschwemmungen. Flüsse und Bäche traten über die Ufer. Inzwischen konnte mit Aufräumarbeiten begonnen werden. Der Raum Nürnberg blieb weitestgehend verschont. In der Oberpfalz liefen Teile des Kurbades Kötzting voll. Auch der Bayerische Wald wurde von Dauerregen heimgesucht. Ein Hund ertrank in den Wassermassen.

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Hochwasser im südlichen Bayern

Die schwäbische Stadt Donauwörth ist nahezu von der Donau umgeben und deshalb besonders gefährdet. Da die Stadt aufgrund früherer Erfahrungen vorsorglich in den Hochwasserschutz investiert hatte, blieben schlimme Folgen aus. Es stehen bereits 6 von 10 geplanten Rückhaltebecken.

Im Allgäu entspannte sich die Wetterlage allmählich. Im oberbayerischen Kolbermoor drohte die Mangfall über die Ufer zu treten.

In Rosenheim sowie im Berchtesgadener Land befürchtete man das Ausgehen von Trinkwasser. Die mühsam errichteten Dämme drohten zu brechen.

Die Trinkwasserversorgung wurde in Passau (Niederbayern) eingestellt. Es drohte eine Verunreinigung der Trinkwasserbrunnen. Aufgrund des Hochwassers wurde die Bundeswehr zur Hilfe eingesetzt. Der Pegel der Donau sollte noch bis auf 9 Meter steigen. Der Katastrophenalarm wurde ausgerufen.

Ganz Deutschland schaute auf Bayern. Das Hochwasser 2013 in Bayern wird bereits als „Jahrhundert-Flut“ bezeichnet. Es kam zu zahlreichen Stromausfällen und damit Betriebs- bzw. Produktionsausfällen. Die Wassermassen forderten einige Todesopfer, Beschädigungen in der Infrastruktur sowie erhebliche Schäden auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die Maßnahmen der Stadt Donauwörth gegen Hochwasser zeigen uns, wie wichtig Investitionen in den Hochwasserschutz sind. Denn dort konnten die größten Schäden verhindert werden.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Jo Rabhansl

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