Kolumne

Hat die Schwammerl-Saison schon begonnen?

Von: Tanja Ranzinger

foto-tanja-2Dem Wetter nach ist es derzeit ein Paradies für Schwammerl und deren Sucher oder Finder. Doch wo sind die begehrten Schätze des Waldes zu finden? Wo lohnt es sich zu suchen? Das habe ich einmal versucht im WWW herauszufinden. Sicherlich wird der eine oder andere jetzt schmunzeln. Ganz zu Recht, denn wer glaubt, die geheimen Fundorte der Steinpilze, Pfifferlinge, Birkenpilze und Maronenröhrlinge würden einfach so aus dem Internet herauszulesen sein, der glaubt wahrscheinlich auch noch an den Weihnachtsmann.

Den Pilz findet jeder gerne: der Steinpilz - Foto: © Maka Dumat / PIXELIO

Diesen Pilz findet jeder gerne: der Steinpilz – Foto: © Maja Dumat / PIXELIO

Gut, dann fragt man halt einfach mal einen eingefleischten Pilzsammler, wo er denn jedes Jahr die vielen Steinpilze und Pfifferlinge findet. Alles, was man da zu hören bekommt, sind allgemeine Ratschläge. Aber hinterher ist man auch nicht gescheiter als vorher. Mal ganz ehrlich, ich würde ja so einen „Schwammerl-Platz“ auch nicht verraten. Was ich weiß: Pilze wachsen in jedem Wald. Egal ob dies nun ein Mischwald oder Nadelwald ist, ob er groß ist oder klein. Essbare Pilze kann man an vielen Standorten finden.

Manche Arten bevorzugen Wiesen, wie zum Beispiel der Wiesenchampignon, andere fühlen sich pudelwohl in Misch-, Laub-, oder Nadelwäldern.

Der sollte dagegen stehen bleiben: der Fliegenpilz - Foto: © Jetti Kuhlemann / PIXELIO

Viele Arten verraten durch ihren Namen ja schon, wo sie zu finden sind. Birkenpilze wachsen meistens unter Birken, die Eichenrotkappe dem Namen nach unter Eichen. An was man immer denken sollte, wenn man dann einen Pilz gefunden hat: Wo einer wächst, sind oft noch viel mehr zu finden. Was alle Pilze gleichermaßen lieben ist ein feuchtwarmes Wetter. Die Kombination aus einigen Tagen Regen und sehr milden Temperaturen lassen die Chancen erheblich steigen, mit einem gefüllten Korb nach Hause zu kommen.

Damit Sie auch wissen, wo Sie suchen müssen, hier die größten bayerischen Waldgebiete:

  • Aubinger Lohe (Oberbayern)
  • Naturpark Augsburg – Westliche Wälder (Schwaben)
  • Bayerischer Wald (Niederbayern, Oberpfalz)
  • Dürnbucher Forst (Niederbayern, Oberbayern)
  • Ebersberger Forst (Oberbayern)
  • Feilenforst (Oberbayern)
  • Forst Kasten (Oberbayern)
  • Forstenrieder Park (Oberbayern)
  • Frankenwald (Oberfranken)
  • Gramschatzer Wald (Unterfranken)
  • Guttenberger Wald (Unterfranken)
  • Heidenberg (Mittelfranken)
  • Hofoldinger Forst (Oberbayern)
  • Kempter Wald (Schwaben)
  • Krottenseer Forst (Mittelfranken, Oberpfalz)
  • Lichtenfelser Forst (Oberfranken)
  • Mühldorfer Hart (Oberbayern)
  • Naturwaldreservat Tucherwald (Oberbayern)
  • Neuburger Wald (Niederbayern)
  • Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald (Oberpfalz)
  • Nürnberger Reichswald (Mittelfranken)
  • Oberpfälzer Wald (Oberpfalz)
  • Odenwald (Unterfranken)
  • Otterwald (Schwaben)
  • Paterzeller Eibenwald (Oberbayern)
  • Perlacher Forst (Oberbayern)
  • Sachsenrieder Forst (Schwaben, Oberbayern)
  • Sölzert (Unterfranken)
  • Spessart (Unterfranken)
  • Steigerwald (Unterfranken, Mittelfranken, Oberfranken)
  • Veldensteiner Forst (Oberfranken)
  • Naturwaldreservat Wettersteinwald (Oberbayern)
  • Zauberwald (Oberbayern)
Viel Spaß beim Pilze suchen - Wälder gibt´s in Bayern genügend - Foto: © Oliver Mohr / PIXELIO

Viel Spaß beim Pilze suchen – Wälder gibt´s in Bayern genügend – Foto: © Oliver Mohr / PIXELIO

In diesem Sinne viel Spaß beim Suchen, aber Vorsicht, nur die Pilze mitnehmen, die man auch wirklich kennt und nie die Pilze in einer Plastiktüte transportieren, da sich durch Sauerstoffmangel Giftstoffe entwickeln können. Und noch ein Tipp: Der frühe Vogel fängt den Wurm, pardon, findet den Pilz. Wer erst nachmittags losgeht, braucht sich nicht zu wundern, wenn er nur noch die giftigen Pilze findet.

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