Kolumne

Gundelfingen – Geschichte seit dem 9. Jahrhundert

Von: Marcus Schweizer

Wer heute durch die Stadt Gundelfingen fährt, ob mit dem Auto oder dem Fahrrad, der merkt sicherlich gleich, dass die Stadt alt ist. Die Gebäude im Stadtkern erinnern allzu sehr an das Mittelalter. Doch dass Gundelfingen schon im 9. Jahrhundert namentlich in Urkunden erwähnt wird, das ist doch überraschend.

Das Untere Tor in Gundelfingen – Foto: Veit Feger

Ihren Namen erhielt die Stadt vom Adelsgeschlecht derer von Gundelfingen, das im 11. Jahrhundert die Stadt besaß. Im 13. Jahrhundert ging Gundelfingen an das Geschlecht der Wittelsbacher über, weswegen hier noch viele Straßen und Plätze mit dem Namen des alten Adels belegt sind. Im Jahre 1462 konnte sich die heutige Stadt gegen eine Belagerung gegen den Stadtherrn Herzog Ludwig IX. von Bayern-Landshut zur Wehr setzen und gehörte seit 1505 dann zum Landgericht Höchstädt. Ab dem Jahr 1808 gehörte Gundelfingen zum Königreich Bayern und erhielt 68 Jahre später einen eigenen Bahnanschluss mit der Donautalbahn.

Die im zweiten Weltkrieg beschädigten Gebäude wurden wieder aufgebaut und renoviert. Neben den alten Pflasterstein-Straßen rund um das 1677 gebaute Rathaus, gehören zur Stadt auch heute noch Sehenswürdigkeiten wie das Untere Tor, die Stadtmauer und die katholische Stadtpfarrkirche, die zwischen dem 13. und dem 18. Jahrhundert gebaut wurde. Erst in kürzerer Zeit wiederentdeckt wurde die Walkmühle, eine alte Mühle aus dem 18. Jahrhundert. Als besonderer Augenschmauß ist noch das Rosenschloss Schlachtegg zu nennen, das heute vom Fachverband deutscher Floristen genutzt wird. Gundelfingen ist ja als Gärtnerstadt zumindest regional bekannt. Neben Blumen ist ein reger Anbau von Gemüse zu finden, das sich natürlich durch zahlreiche Gärtnereien und Blumenverzierungen in der ganzen Stadt bemerkbar macht.


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