Kolumne

Gelungene Integration in Bayern

Wohnen in Bayern Wohnen in Bayern
Wohnen in Bayern

Wohnen in Bayern

Im Allgemeinen hat Bayern ein gutes Image, auch weit über Deutschlands Grenzen hinaus.

In Anbetracht der wunderschönen Landschaft und der brummenden Wirtschaft des Freistaates kommen viele Menschen ins Schwärmen und bei einigen keimt vielleicht sogar der Gedanke an einen Umzug nach Bayern. Als Neubürger oder, wie es in Bayern heißt, als „Zugroaster“ schnell Anschluss zu finden, ist gar nicht so schwer.

Wer die Bayern kennenlernt, lernt sie auch zu lieben. Wer sich auf die Suche nach einem dialektfreien Durchschnittsdeutschland macht, der findet es eher in der Landesmitte. Wie im Norden die Friesen und im Westen die Rheinländer, so haben die Bayern im Süden ihre Sprache, Kultur und viele alte Traditionen bis heute bewahren können.

Wohnen im Ballungsraum München – Bayern

Die Bayern sind anders, und das ist gut!

Es zeigen sich besonders die Bayern als weltoffen und heißen jeden willkommen, der freundlich und aufgeschlossen auf seine neuen Nachbarn zugeht.

Besonders in den Dörfern und Kleinstädten, in denen „jeder jeden kennt“, ist keine Schüchternheit angebracht. Es gilt also, schon auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen zu Fuß den Ort und die Gegend zu erkunden. Dabei wird man kaum auf rückständige, eigenbrötlerische Dorfbewohner treffen.

Auch wenn sie so in manch hartnäckigem Klischee noch immer beschrieben werden. So wird die Dorfgemeinschaft von einem aus dem Norden zugezogenen Protestanten kaum erwarten, jeden Sonntag die heilige Messe zu besuchen – jedoch darf er sich danach gern im Wirtshaus zum Frühschoppen sehen lassen. Der Platz an der Theke ist dabei genau richtig. Zum Wirt ist der Draht erfahrungsgemäß schnell hergestellt und er ist gern bereit, den „Neuen“ auch der Stammtischrunde vorzustellen. Ein solcher Antrittsbesuch erfordert zwar etwas Mut – aber es lohnt sich!

Irsee 2013: Wohnungsbaupolitik mit Ludwig Wörner und Harald Güller

Wohl dem, der einen Garten hat!

Ein Garten erfordert Pflege, die aber nicht nur Arbeit bedeutet: Viele Nachbarn treffen sich am Gartenzaun, um sich über die besten Erdbeersorten oder Baumschneidetechniken auszutauschen oder Klatsch, Tratsch und Sportergebnisse weiterzugeben.

Perfekt ist es, für den Fall der Fälle ein paar zusätzliche Sitzgelegenheiten im Garten und eine Kiste Bier im Keller zu haben, Letztere natürlich von der lokalen Brauerei. So können ganz schnell neue Freundschaften entstehen. Zum abendlichen Spaziergang durch den Ort ist ein Hund der perfekte Begleiter.

Man sieht andere Menschen und wird von ihnen gesehen und kommt zwanglos ins Gespräch. Wichtig ist nur, den Hund sein Geschäft nicht im Vorgarten des örtlichen Großbauern verrichten zu lassen, denn damit wäre wohl jeder Integrationsansatz wieder passé.

DIE LINKE Bayern: Wohnen ist Grundrecht

Bayern bietet Integration von Anfang an

Doch wer sich vor dieser urigen Gemütlichkeit fürchtet, der sollte lieber eine der größeren Städte als neuen Wohnort wählen. Eine Vielzahl an Hochschulen und Unternehmen zieht Menschen aus aller Herren Länder an, oft für eine befristete Zeit, manchmal auf Dauer.

In vielen Städten ist Hochdeutsch daher die meistgenutzte Sprache und es erfordert einen genaueren Blick, um dort Eigenheiten zu finden.

Allerdings beweist etwa das Münchener Oktoberfest eindrucksvoll, dass auch die bayerischen Großstädte nicht ganz auf Brauchtum verzichten wollen. Und an einem schönen Sommerabend im Biergarten kann man ganz schnell sein Herz an die neue Heimat verlieren.

Grüß Gott in Bayern!

Kommentar hinterlassen