Kolumne

Fränkisch schimpfen, aber richtig – Teil 5

Von: Holger Schossig

Fränkisch schimpfen – vier Teile und somit 40 fränkische Schimpfwörter habe ich Ihnen bereits präsentiert. Nachlesen können Sie diese im 1. Teil, im 2. Teil, im 3. Teil und im 4. Teil. Ja, und nun gibt es den letzten Teil unserer kleinen Exkursion in die Welt der fränkischen Schimpf-Tiraden. Viel Vergnügen!

  1. Wer als Schlumbumbl bezeichnet wird, der ist in fränkischen Augen nicht nur alt, sondern auch unordentlich. Vielleicht eine Verniedlichung der Schlampn.
  2. Ein Schnarchzapfn ist ein Zeitgenosse, der nicht der Hellste und schon gar nicht der Schnellste ist.
  3. Ist eine Frau sehr von sich eingenommen und dazu auch noch zickig, dann nennt sie der Franke auch gerne gschtelzta Schnepfn.
  4. Alta Schreckschraubm hat zwar nichts mit einer Schraube zu tun, dafür aber mit dem Schrecken umso mehr. So wird ein Frauenzimmer genannt, das der personifizierte Alptraum ist.
  5. Die Steigerung des Ausdrucks „dummer Mensch“ im Fränkischen: Depp, Dorfdepp, Seftl.
  6. Ein sehr schöner Ausdruck für eine plumpe Zeitgenossin, ist der Ausdruck Spinatwachtl. Der gerade kennengelernte Seftl würde danach übrigens im Zoo fragen.
  7. Ist eine Frau schlampig, dann nennt man sie auch Sulln. Ist sie auch noch dumm, dann ist es die dumma Sulln, alternativ auch depperte Sulln.
  8. Wenn dem Franken das Gesicht seines Gegenübers nicht besonders zusagt, dann ist das schlicht und einfach ein Oarschbaggngsicht.
  9. Rauchen ist ungesund, das weiß auch der Franke. Wenn er jemanden antrifft, der augenscheinlich noch nicht die Erlaubnis hat, öffentlich zu rauchen, dann ist das ein Zigarettnbörschla.
  10. Hat ein Mensch eine besonders große Nase im Gesicht, dann muss sich der Franke auch darüber auslassen und nennt das Riechorgan schlicht und einfach Zinkn.

Ich habe schon bemerkt, die Damenwelt ist heute nicht gut weggekommen. Ich hoffe, Sie sind mir nicht böse – ist doch alles nur Spaß!

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