Kolumne

Entstehung eines Traditionsvereins – der FC Bayern München

Von: Nico Häffner

Würde man vor Beginn einer neuen Fußball-Bundesligasaison fragen, wer denn Deutscher Meister wird, so würden  die Meisten wohl mit FC Bayern antworten. Der Rekordmeister aus München spielt schon aus Tradition jedes Jahr aufs Neue als Favorit um die Schale und hat auch schon eine ansehnliche Anzahl an internationalen Erfolgen zu verbuchen. Immerhin gehört der FC Bayern auch zu den fünf erfolgreichsten Fußballclubs Europas.

Die Anfänge

Erfolgreich wie keine andere deutsche Fußballmannschaft: der FCB

Gegründet wurde der FC Bayern München schon lange vor dem Entstehen der Bundesliga und zwar am 27. Februar 1900. Ursache für die Gründung war mehr oder minder ein Zufall. An eben jenem Tag debattierte die Fußballabteilung des MTV München im Gasthaus „Bäckerhöfl“  über die Zukunft des Vereins. Jedoch waren die Ansichten der anwesenden Herren zu verschieden, um sich auf eine Linie einigen zu können. So kam es zu einer friedlichen Trennung der meinungsverschiedenen Parteien und zur Taufe eines neuen Vereins.  Denn das sich abgespaltene Lager gründete noch am selben Abend im Restaurant „Gisela“ den FC Bayern München.

In der Zeit bis zum zweiten Weltkrieg folgten mehrere Namensänderungen des Vereins aufgrund neuer Partnerclubs.  Schon sechs Jahre nach der Gründung folgte die erste Änderung und der FC Bayern hieß nun „Münchner SC“, was bis zum Jahr 1919 andauerte. In diesem Jahr gab es eine Fusion mit dem TuSpV Jahn München, was zum neuen Vereinsnamen „TV Jahn München“ führte. Dieser hatte bis 1923 Bestand. Dann kehrte man zu dem Gründungstitel FC Bayern München zurück, den wir auch heute noch kennen.

In der Nachkriegszeit wurden zwar alle Vereine zunächst verboten, aber das hielt die Mitglieder des FC Bayern nicht davon ab, den Club neu zu begründen. Die Münchner konnten außerdem steigende Mitgliederzahlen verbuchen, welche bald die 1.000er Marke erreichten. Jedoch blieben die sportlichen Erfolge aus, was schließlich in der Saison 1954/55 zum einzigen Abstieg in der Geschichte des FC Bayern führte.

Die ersten Erfolge

Viele internationale Stars sind bei den Bayern unter Vertrag, so der Holländer Arjen Robben – Foto: Paulblank

Nach dem Wiederaufstieg folgte der erste DFB-Pokalsieg im Jahr 1957 gegen Fortuna Düsseldorf. Danach folgten wieder ein Auf und Ab in der Oberliga und das Streben nach der Qualifikation für die neu entstehende Bundesliga. 1962 übernahm Wilhelm Neudecker das Präsidentenamt des Vereins und legte fest, dass der Trainer Schneider nun vermehrt junge Spieler und Talente nach München holen solle. Eines der ersten dieser Talente war kein Geringerer als Sepp Maier, der als 18-Jähriger sein Debütspiel geben durfte.

Durch einen dritten Tabellenplatz im Jahr 1963 hinter dem 1. FC Nürnberg und dem TSV 1860 München verpasste man die Qualifikation für die Bundesliga. Die Begründung des Gremiums lautete: „Das Gremium war der Auffassung, dass […] es nicht ratsam erscheint, zwei Vereinen am gleichen Ort eine Lizenz für die Bundesliga zu erteilen.“

In der darauffolgenden Saison schaffte man es zwar in die Aufstiegsrunde, scheiterte jedoch dort. Hier gab auch der damals 18-Jährige Franz Beckenbauer sein Debüt, welcher  vom Münchner SC gewechselt kam.  Mit der anschließenden Verpflichtung von Gerd Müller hatte man den Grundstein für die späteren Erfolge gelegt. Dieser erzielte in der kommenden Runde 33 Tore in 26 Spielen und sicherte dem FC Bayern damit den ersten Platz in der Regionalliga Süd, mit einem Rekordtorverhältnis von  146:32. Durch den 8:0 Sieg gegen Tennis Borussia Berlin in der Aufstiegsrunde, hatte es der Verein nun in die Bundesliga geschafft.

Erfolge kamen Schlag auf Schlag

Die Meisterschale ist das erklärte Ziel des FCB – in jeder Saison! – Foto: Florian K.

In der ersten Saison in der höchsten deutschen Fußballliga erreichten die Münchner einen sensationellen 3. Platz und konnten außerdem erneut den DFB Pokal gewinnen. Damit begann der Weg des FC Bayern zum Rekordmeister in Deutschland. Der erste Gewinn der Schale 1968/69 war zugleich mit dem Gewinn des Pokals verbunden. Das erste Double der Vereinsgeschichte. Es folgten weitere Titelgewinne in Deutschland, wie auch die ersten internationalen Erfolge z.B. mit dem Gewinn des Pokals der Landesmeister 1974.

Aufgrund durchdachter Spieler, wie auch Finanzverwaltung etablierte man sich in Deutschland durch  21 Bundesliga Meisterschaften und 15 DFB Pokalsiege als Rekordmeister. Dazu kommen auf internationaler Ebene noch der viermalige Gewinn der Champions League, der zweifache Gewinn des Weltpokals und der einmalige Gewinn des UEFA Cups.

Der FC Bayern München ist jedoch nicht nur im Fußball vertreten, sondern unterhält auch noch weitere Abteilungen. Zum Beispiel für Basketball, Handball, Schach usw.…

1 Kommentar zu Entstehung eines Traditionsvereins – der FC Bayern München

  1. Stefan // 26. Mai 2013 um 01:15 //

    Wie schon gesagt wurde MTV hat Tradition nict FCB somit ist der FCB niemals ein Traditionsverein wie z.B. 1860
    Außerdem ist dieser Verein nur gut weil er das Geld hat und wer hat das Geld besorgt??? Hoeneß und ist das Geld wirklich legal erworben bei solch einem Verbrecher an der Spitze????

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