Kolumne

Die Heilige Afra – Schutzpatronin von Augsburg

Von: Anke Becker

Die Heilige Afra war eine christliche Märtyrerin und verstarb 304 n. Chr. auf einer Flussinsel des Lechs. Wie sie nach ihrer Verurteilung hingerichtet wurde ist umstritten. Da sie ihre christliche Überzeugungen nicht widerrief, wurde sie entweder verbrannt oder an einen Baumstamm gebunden und enthauptet. Zur Biographie der Heiligen Afra gibt es kaum sichere Daten. Die Legende besagt, dass sie einst die Frau des Königs von Zypern war. Nachdem dieser ermordet wurde, floh sie mit ihrer Mutter und kam über Rom nach Augsburg. Dort verdingte sie sich als Dirne und kam schließlich durch den Bischof Narzissus zum christlichen Glauben, dem sie auch, als es um Leben und Tod ging, nicht entsagte. So verlor sie ihr Leben in den römischen Christenverfolgungen. Heute wird einiges an dieser Legende hinterfragt und kritisch gesehen.

Die Heilige Afra

Afra wurde 1064 von Papst Alexander II. heilig gesprochen. Ihren Gedenktag als Schutzpatronin Augsburgs und des Bistums Augsburg feiert die katholische Kirche am 7. August. An ihrem Todesort wurde die Kirche St. Afra im Felde (Friedberg) errichtet, die auch heute noch (nach einigen Zerstörungen und Neubauten) dort steht. Es gibt in Augsburg noch weitere Afra-Namensträger wie die Kirche St. Ulrich und Afra mit einem Afra-Altar von 1607 und dem Sarkophag mit den Gebeinen der Heiligen Afra. Auch das Diözesanmuseum am Dom wurde nach St. Afra benannt. Außerhalb Augsburgs findet man eine Darstellung der Heiligen Afra im Freiburger Münster auf einem Glasfenster aus dem 13. Jahrhundert, ein Zehenknochen der Heiligen Afra liegt im Speyrer Dom in der Afra-Kapelle und eine Reliquie sowie einen Afra-Brunnen und eine Afra-Kapelle findet man im Raum Gottmadingen.

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