Kolumne

Die Deutsche Hopfenstraße – Ein Stück bayerische Kultur

Von: Jan Sievert

Bayern und sein Bier – das steht für echte Qualität. Für ein gutes Bier braucht man natürlich auch gute Zutaten, allen voran Malz und Hopfen. Wenn ein Brauer etwas auf sich und sein Bier hält, dann greift er bei letzterer Zutat zu dem Spitzenprodukt aus der Hallertau – dem Hallertauer Hopfen. Aus der Hallertau kommt ein Drittel des weltweiten Hopfenbedarfs, so dass es nicht verwunderlich ist, dass am 23. Juni 2006 dies mit der „Deutschen Hopfenstraße“ gewürdigt wurde.

Die Deutsche Hopfenstraße erkennt man am markanten Schild – Foto: Holledauer

Die Deutsche Hopfenstraße ist eine Ferien-/Themenstraße, genauer gesagt, ein 49 Kilometer langes Teilstück der B301, die vom oberbayerischen Zolling bei Freising bis ins niederbayerische Abensberg führt. Bereits im 12. Jahrhundert war dies eine beliebte Handelsstrecke, und bis 1664 sogar die beste und schnellste Verbindung zwischen Regensburg und München! Im Laufe der Jahre verlor die Straße jedoch ihren ursprünglichen „Glanz“ und ging mehr und mehr kaputt. Von den amerikanischen Besatzungssoldaten erhielt sie nach dem zweiten Weltkrieg den Namen „Waschbrettstraße“ und die BMW-Werke nutzen sie als Härtetest für neue Motorradtype

Hopfen aus Bayern für die ganze Welt: Die Hallertau oder Holledau – Foto: Holldauer

Hier war also großer Verbesserungsbedarf. Dies dachte sich auch die „Interessengemeinschaft zur Verbesserung der Bundestraße 301“, so dass die Straße, die damals eher einem breiten Feldweg glich, zwischen 1952 und 1958 ausgebaut und geteert wurde. 1955 versuchte man die Straße zur „Deutschen Hopfenstraße“ zu erheben, was vorerst jedoch scheiterte, da die Bezeichnung „noch nicht volkstümlich genug“ war. Rund 50 Jahre danach konnte dieser Wunsch dann aber endlich im Sommer 2006 umgesetzt werden.

Nach wie vor ist die Straße die wichtigste Verbindung durch das Hallertauer Land. Wer dort mit dem Auto, oder noch besser, etwas abseits der Straße mit dem Fahrrad die Wege entlangfährt, der wird an scheinbar nicht enden wollenden Hopfengärten, alten Hopfenbauernhöfen, vielen anderen Sehenswürdigkeiten und hervorragenden Gasthöfen vorbei kommen – ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall.

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