Kolumne

Die Burgruine Hohenburg – Zutritt nur mit Genehmigung

Von: Anja Bergler

Auf einem Berg, hoch über dem Markt Hohenburg, befinden sich im Lauterachtal die Überreste der Burgruine Hohenburg. Die ehemalige Burg schützte im Mittelalter eine der wichtigsten Handelsstraßen, die von Regensburg in Richtung Forchheim führte. Sie zählt zu den ältesten Burgen in der Oberpfalz (ehemals Nordgau) und geht auf das 10. Jahrhundert zurück. Hier wurde zumindest der Gründer Graf Ernst von Hohenburg erstmalig erwähnt.

Verfall und anschließender Abriss – nur noch wenige Reste der Burg sind vorhanden

Die Burg Hohenburg liegt mitten im Truppenübungsgebiet – Foto: Sven-121

Die Burg Hohenburg im Herzen der Oberpfalz, zum Landkreis Amberg-Sulzbach gehörend, blieb sehr lange im Familienbesitz. Allerdings gerieten die Nachfahren der Herrschaft Hohenburg in Schwierigkeiten, verloren nach dem Tod des Kaisers im Jahr 1250 an Macht und starben in Kerkern auf Sizilien. Da die beiden verbliebenen Brüder aus Hohenburg keine Nachkommen hinterließen, gingen die Besitztümer, sprich die Burg, im Jahr 1258 an den Bischof von Regensburg über. Von da an wurde die Burg von Pflegern verwaltet.

Es wurden in dieser Zeit etliche An- und Umbauten an der Burg durchgeführt. Erst in den Jahren um 1600 verließen die zuständigen Pfleger die Burg und überließen diese ihrem Schicksal. Der Verfall nahm seinen Lauf. Während der Säkularisation ging die Burg Hohenburg in den Besitz des bayerischen Staats über. Im Jahr 1812 wurde beschlossen, sämtliche Gebäude der Burg abzureißen. Übrig blieben bis heute nur noch Reste, die wie ein Turm auf dem felsigen Berg weithin sichtbar sind.

Viel ist nicht mehr übrig, sehenswert ist die Burg dennoch – Foto: Sven-121

Es sind aus jener Zeit zwar noch einige Grundrisse vorhanden, allerdings kann man den genauen Aufbau der Burg und der dazugehörigen Anlage nur noch erahnen. Man geht davon aus, dass mehrere Toranlagen vorhanden waren. Auf alten Zeichnungen sind ebenfalls noch ein Zwinger und Mauertürme erkennbar. Heute steht lediglich noch ein kleiner Teil, bei dem es sich wohl um den Bergfried aus dem 13. Jahrhundert gehandelt hat. Auch einige wenige Mauerreste aus dem 16. Jahrhundert kann der Besucher noch erkunden.

Ein Besuch auf der Burgruine Hohenburg ist beschwerlich

Unabhängig davon, dass der Weg bis zur Burgruine sehr beschwerlich und steil ist, hat man erst einmal Schwierigkeiten auf das Gelände zu kommen. Die Ruine befindet sich nämlich inmitten des US-Truppenübungsplatzes Hohenfels. Diesen kann man nur betreten, wenn man eine Genehmigung des Kommandanten erhält.

In diesem Bereich werden ja auch heute noch alljährlich zahlreiche Manöver und Übungen der US-Army in Zusammenarbeit mit anderen Streitkräften in den dort befindlichen Übungsdörfern abgehalten. Daher kann sie auch nicht so einfach besucht werden.

Gute Kondition braucht man, um die Ruine zu erreichen – Foto: Sven-121

Wer sich um eine Genehmigung bemühen willoder sonstige Informationen erhalten möchte, der kann sich direkt mit dem US-Truppenübungsplatz Hohenfels in Verbindung setzen. Der Kontakt ist mit dem Public Affairs Office unter der Telefonnummer 09472 / 83 2457 ebenfalls möglich.

Hohenburg und die Umgebung erkunden

Auch das kleine Örtchen Hohenburg an sich ist wunderschön. Es besitzt einen anmutenden Marktplatz mit Häusern, die teilweise noch aus dem 14. Jahrhundert stammen und auf eine Erkundungstour einladen. Hohenburg ist auch optimal, möchte man Wanderungen durch das Jura unternehmen oder aber das Lauterachtal besuchen.

Nicht weit vom Markt Hohenburg entfernt, befindet sich Allersburg. Hier kann man eine aus dem Mittelalter stammende ummauerte Kirchenanlage bewundern, die ebenfalls darauf schließen lässt, dass sich in diesem Bereich einmal eine Burg befunden hat. Im Friedhof selbst ist noch ein Beinhaus aus der mittelalterlichen Zeit vorhanden. Wer Zeit und Lust hat, kann auch noch die ebenfalls in der Nähe befindliche Burgruine Rossstein besichtigen.

Weitere Auskünfte über die Anfahrt oder Veranstaltungen in Hohenburg findet man hier. Ein Besuch lohnt sich!

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