Kolumne

Die Armee der Blumen

Von: Holger Schossig

foto-holger-210Was sagt man dazu? Den Unterfranken ist ein echter Coup gelungen. Genauer gesagt, den Würzburgern. Denn Sie haben in der Bewerbung um die Landesgartenschau 2018 die oberbayerische Stadt Erding hinters sich gelassen und den Zuschlag erhalten. Das wäre an sich noch nicht so spektakulär. Allerdings ist es der Ausrichtungsort. Und der liegt auf einem ehemaligen Armeegelände.

So schön wie hier soll es in Würzburg auch mal blühen - Foto: © Streeckie / PIXELIO

So schön wie hier soll es in Würzburg auch mal blühen – Foto: © Streeckie / PIXELIO

Die Amerikaner waren unter anderem auch in Würzburg mit einer eigenen Kaserne stationiert. Doch seit einigen Monaten liegt das Gelände brach, denn der Abzug der letzten Amerikaner aus Würzburg machte aus dem Kasernengelände einen Geisterstadtteil. Die ehemaligen Leighton Barracks werden aber schon bald ein neues Gesicht erhalten. Denn genau dort soll das Gelände für die Landesgartenschau in acht Jahren entstehen.

Und genau diese Idee, der Gartenschau einen eigenen Stadtteil zu geben, der sogar mit der Straßenbahn zu erreichen ist, hat dem Kommitee die Entscheidung erleichtert. Damit war Erding aus dem Rennen und Würzburg bekam den Zuschlag.

Bei dem Gelände handelt es sich um eine Hanglage, die zentrumsnah ist und auf dem rund 2.000 neue Wohneinheiten entstehen sollen. Und all das zusammen mit dem Gelände der Landesgartenschau. Angedacht ist eine sogenannte „innovative Wissenslandschaft“, auf der unter anderem viele Aktionsflächen, Spielflächen und Wassergärten entstehen sollen.

Noch gehört das Kasernengelände dem Bund, doch Würzburg kann mit einem Zuschuss des Freistaates Bayern beim Kauf rechnen. Freuen wir uns auf ein neues Gesicht, das bald in der unterfränkischen Bezirkshauptstadt entstehen wird.

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