Kolumne

Der Bayerische Verdienstorden | Frauen werden seltener ausgezeichnet!

Bayerischer Verdienstorden Bayerischer Verdienstorden
Bayerischer Verdienstorden

Bayerischer Verdienstorden

Erst am Mittwoch dieser Woche wurden in der Münchner Residenz wieder einige Personen mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Horst Seehofer hatte zu einem Fest eingeladen, wo dann ganze 74 Menschen den Preis erhielten.

Der Orden wird übrigens schon seid 1957 verliehen und soll ein Zeichen der Anerkennung sein. Dabei bekommen diese Auszeichnungen nur diejenigen, die einen hervorragenden Dienst um den Freistaat Bayern geleistet haben.

Insgesamt dürfen diesen Titel aber nur 2000 Menschen zur Lebenszeit tragen. Diese Zahl wurde sogar gesetzlich so festgelegt. Postum gibt es dagegen grundsätzlich keine Begrenzungen. Mit den Auszeichnungen vom Mittwoch gibt es derzeit 1846 lebende Träger. Insgesamt wurden inzwischen seid der Gründung des Preises 5302 Menschen und Persönlichkeiten ausgezeichnet.

Bayerischer Verdienstorden 2012

Schlechte Frauenquote und die Ehrenträger von 2012

Wenn man alle Frauen zusammenzählt, die jemals diesen Preis erhalten haben, sind die Zahlen ernüchternd. Nur 693 Auszeichnungen von immerhin 5302 gingen an Frauen. Das bedeutet, dass nur rund 13 Prozent aller Preise an Frauen gingen.

Es ist eigentlich Schade, dass nur so wenige weibliche Personen geehrt werden, für das was sie tun. Da es zudem noch nicht mal einen konkreten Grund dafür geben muss, warum eine bestimmte Person ausgezeichnet wird. Die Staatskanzlei benennt den Ordensträger und dann wird ihm der Verdienstorden verliehen.

Am Mittwoch wurden sowohl Musiker, Schauspieler, Sportler oder auch Politiker ausgezeichnet. Das bekannteste Paar unter den Trägern ist wohl Hugo Strasser und Max Greger. Beides sind Bandleader, die sich wohl durch ihre Tätigkeit verdient gemacht haben. Aber auch die Schauspielerin Barbara Sukowa und Gisela Schneeberger wurden ausgezeichnet. Ebenso durfte der Kultusminister Ludwig Spaenle und der Wirtschaftsminister Martin Zeil den begehrten Preis mit nach Hause nehmen. Posthum wurde zudem noch der Münchner Schauspieler Rolf Castell geehrt.

Historische Gebäude

Historische Gebäude

Dem Orden selbst ist auch noch ein „Preis“ enthalten. Lebenslang dürfen die Ordensträger mit einer Begleitperson zusammen öffentliche Orte besuchen- unentgeltlich! Dazu gehören alle Objekte der Bayerischen Verwaltung, der staatlichen Schlösser, Seen, Gärten, staatliche Museen, Sonderausstellungen und Sammlungen.

Die Bayerische Seefahrt darf übrigens auch in vollen Umfang genutzt werden. Dazu gehört der Ammersee, Königssee, Tegernsee und Starnberger See. Im Prinzip jede Sehenswürdigkeit, die sich in der staatlichen Hand Bayerns befindet.

Fazit: Eigentlich ist es schön, dass es noch solche Institutionen gibt, die das Vorhaben von Menschen ehren und auszeichnen. Auch, dass die lebende Trägerzahl geregelt ist, macht es zu etwas Besonderen.

Immerhin handelt es sich bei dieser Auszeichnung um den höchsten Verdienstorden, den man im Freistaat Bayern erhalten kann.

Dennoch wäre es schön, wenn es mehr Frauen gäbe, die diesen Preis erhalten würden. Die bisherige Quote kann sich leider nicht sehen lassen und ist eher ein Negativbeispiel. Da es aber auch immer mehr Frauen gibt, die sich aktiv für den Freistaat einsetzen, haben die es verdient, einen Preis zu erhalten. Es bleibt also Interessant, ob sich in der Zukunft auch einige Frauen durchsetzen können!

Bayerischer Verdienstorden | Sicht aus einer Geehrten


Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

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Artikelbild: ©panthermedia.net Marc Dietrich
Mitte-Links: ©panthermedia.net Matthias Mayer

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