Kolumne

Das Wappen von Oberbayern

Von: Eranie Funderburk

Oberbayern ist der größte Regierungsbezirk Bayerns. Hier leben die meisten Menschen des Freistaates. Auch die Fläche ist im Vergleich zu den anderen bayerischen Regierungsbezirken riesig. Wie alle anderen Regierungsbezirke, so hat auch Oberbayern sein eigenes Wappen, auf dem Rauten und der pfalz-bayerische Löwe abgebildet sind.

Das Wappen von Oberbayern

Die Pfalzgrafen bei Rhein besaßen ein Wappen, auf dem ein goldener Löwe mit einer roten Krone auf schwarzem Grund abgebildet war. 1214 wurde der bayerische Ludwig I. „der Kelheimer“ mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein belehnt. Ab diesem Zeitpunkt übernahmen die Wittelsbacher den gekrönten goldenen Löwen. Die Rauten des oberbayerischen Wappens wurden vom Grafen von Bogen übernommen. Man bezeichnet die Rauten auch als „Wecken“ (heraldische Wappenkunst, die auf das 12. Jahrhundert zurückgeht). 1242 starb der letzte Nachfahre der Adelsfamilie „von Bogen“. Die Wittelsbacher übernahmen die Rauten und platzierten diese, zusammen mit dem pfalz-bayerischen Löwen, in das Familienwappen. Übrigens findet man die bayerischen Rauten auch in den Wappen der Regierungsbezirke Oberpfalz und Niederbayern. Der pfalz-bayerische Löwe ist ebenfalls im Wappen der Oberpfalz verewigt. Einmalig ist die Anordnung der Rauten und des gekrönten Löwen im oberbayerischen Wappen. Die Rauten befinden sich im Schildhaupt. Der gekrönte Löwe befindet sich darunter. In keinem anderen Wappen sind die Symbole so angeordnet.

Im bayerischen Staatswappen sind die oberbayerischen Symbole ebenfalls vertreten

Das bayerische Staatswappen wird von mehreren Symbolen repräsentiert. Es werden dabei Elemente aus jedem einzelnen Regierungsbezirk verwendet. Auch findet man das oberbayerische Wappen mit den Rauten und dem pfalz-bayerischen Löwen. Allerdings trägt der Löwe keine Krone.

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