Kolumne

Das schwäbische Donaumoos – ein Feuchtgebiet der besonderen Art

Von: Marcus Schweizer

Über die Grenzen der Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg hinweg erstreckt sich das Schwäbische Donaumoos. Auf der bayerischen Seite umgeben die Orte Bächingen, Gundelfingen, Leipheim und Günzburg das Moos, wie es umgangssprachlich noch genannt wird.

Im Herbst Zwischenstation der Zugvögel, aber auch in den anderen Jahreszeiten sehenswert: das Donaumoos – Foto: Michaelmack, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode

In Bächingen, am Eingang zum Schloss, befindet sich auch das Mooseum, das sich zur Aufgabe gemacht hat, den Naturraum schwäbisches Donaumoos zu pflegen und zu erhalten und auch die Menschen für diesen Naturraum zu sensibilisieren. Es werden Ausflüge und Wanderungen rund um „das Moos“ organisiert und im Mooseum finden Ausstellungen und Veranstaltungen statt.Ein Ausflug dorthin runden die kulturellen Denkmäler ab, wozu beispielsweise das Kloster in Medlingen gehört oder der römische Tempel in Faimingen. Das ganze Gebiet Donaumoos ist seit 1976 auch ein geschütztes Feuchtgebiet. Es ist durch die Ramsar-Konvention unter den Schutz der völkerrechtlichen Vereinbarungen für Feuchtgebiete gelangt.

Das schwäbische Donaumoos ist die Heimat vieler seltener und geschützter Tiere und Pflanzen. Die Weißstörche finden hier genug Nahrung. Berühmt ist „der Storch“ in Bächingen, hat er doch sein Nest auf dem Bächinger Schloss errichtet und lässt sich dort auch auf den umliegenden Feldern sehen. Neben den Weißstörchen ist das schwäbische Donaumoos sogar die Heimat von zwei Kranichen. In der Luft schwirren zudem Kiebitze und Brachvögel herum. Die Artenvielfalt wird von Silberreihern und Wildgänsen getragen, die in den Flachwasserzonen genügend Nahrung finden. Das Feuchtgebiet ist außerdem Zwischenstation für die Zugvögel im Herbst. Gerade in dieser Zeit ist es ein schönes Ausflugsziel für Vogelbeobachtungen. Die Pflanzenvielfalt ist bei einem solchen Lebensraum natürlich derart vielfältig, dass nur zu sagen bleibt, dass hier neben Wasserpflanzen auch Bäume und Sträucher zu Hause sind.

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