Kolumne

Das Kloster Plankstetten im Altmühltal

Von: Anja Bergler

Es gibt ja einige Klöster in der Oberpfalz, doch das Kloster Plankstetten der Diözöse Eichstätt gilt mit Sicherheit als eines der schönsten Bauwerke. Bereits im Jahr 1129 wurde das Benediktinerkloster von Graf Ernst VI. aus dem Grafengeschlecht der von Grölingen und seinen Brüdern dem Eichstätter Hochstiftsvogt Hartwig und Gebhard II. von Eichstätt als bischöfliches Eigenkloster gegründet.

Zahlreiche Veränderungen prägten das Kloster Plankstetten

Die Kirchtürme des Klosters Plankstetten – Foto: Bastian Fuchs

Rückblickend gesehen hat das Kloster Plankstetten, das mittlerweile der Gemeinde Berchting gehört, eine bewegte Vergangenheit. Starke Beschädigungen trugen die Gemäuer durch den Bauernkrieg im Jahr 1525 und im Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 davon. In den folgenden Jahrhunderten wurde mehrfach renoviert, ausgebaut und umgebaut. So entstand beispielsweise 50 Jahre später ein imposantes Brauereigebäude. Inzwischen ist hier die Bibliothek untergebracht. Nach der Säkularisierung 1806 wurde die Klostergemeinschaft aufgelöst. Erst knapp 100 Jahre später, im Jahr 1904, erfolgte der Neuaufbau und eine Landwirtschaftsschule wurde an dieser Stätte errichtet. Es folgten ein Schülerheim und ein Studienseminar. In den 60er Jahren wurde eine Realschule mit einem angeschlossenen Internat integriert, was allerdings 1988 wieder geschlossen wurde.

Das Kloster als Ort der Begegnung

Der Hochaltar im barocken Stil – Foto: Bastian Fuchs

Seither dienen die Räumlichkeiten als Gästehaus St.Gregor im Kloster Plankstetten. Es ist in erster Linie eine Begegnungsstätte und ist offen für Tagungen und Kurse, bei denen Kultur, Kirche, und Politik im Vordergrund stehen. Natürlich sind auch Gäste in der Plankstetter Gemeinschaft willkommen, die sich orientieren wollen und die Ruhe suchen. Man(n) erhält die Möglichkeit an der Mönchsgemeinschaft oder am Chorgebet teilzunehmen. Im Kloster auf Zeit darf man auch am Arbeitsalltag teilnehmen. Auch die Jugendvesper, die einmal im Monat veranstaltet wird, wird sehr gern angenommen.

Gastfreundlichkeit wird im Kloster Plankstetten großgeschrieben. So stammen zahlreiche Nahrungsmittel der Bewirtung aus dem eigenen Klostergarten, der klösterlichen Metzgerei oder Bäckerei. Hier wird auch nach traditionellem Klosterrezept im Riedenburger Brauhaus Bier gebraut. Alle Produkte können im Klosterhofladen erworben werden.

Ein Besuch im Kloster Plankstetten, das direkt im Altmühltal gelegen ist, lohnt sich allemal. Besonders die Abteikirche Mariä Himmelfahrt mit ihren Deckenmalereien ist sehenswert. Des Weiteren befinden sich noch ein Missionsbasar sowie ein Buchladen in der weitläufigen und unfassend renovierten Klosteranlage. Die Öffnungszeiten und die Termine für Veranstaltungen sowie Ausstellungen werden regelmäßig aktualisiert.

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