Kolumne

CBD-Öl gegen Epilepsie und Krebs? – Wirkung und Verwendung des Öls

In den letzten Jahren ging es immer wieder verschärft um die Debatte, ob Cannabis zur medizinischen Anwendung bei Patienten, die an bestimmten chronischen Krankheiten leiden, legalisiert werden sollte. Zum Teil geht es bei dieser Diskussion auch um die medizinische Anwendung von Cannabis-Öl. Dieses ist zwar deutlich weniger bekannt als Marihuana, doch rückte es in den letzten Jahren aufgrund einiger Studien immer weiter in den Fokus. Doch welche Wirkung hat das Öl und wie wird es verwendet?

CBD-Öl | © panthermedia.net /Martina Kovacova CBD-Öl | © panthermedia.net /Martina Kovacova

Was ist CBD-Öl?

CBD-Öl wird aus Teilen der Hanfpflanze, genauer gesagt aus den Blüten und Blättern gewonnen und enthält, wie der Name bereits verrät, eine beachtliche Menge Cannabidiol, kurz CBD. Bei Cannabidiol handelt es sich um ein Cannabinoid, von denen über hundert verschiedene in der Cannabis-Pflanze enthalten sind. Da CBD-Öl kein THC enthält, ist es in den meisten Ländern legal und auch käuflich zu erwerben, wenngleich oft verschreibungspflichtig. Es handelt sich um ein pflanzliches und daher sehr natürliches Produkt. Das Öl soll sogar bei Krankheiten wie Krebs, Multiple Sklerose oder Epilepsie helfen oder zumindest Linderung verschaffen. Ein absolutes Wundermittel also? Wir beleuchten in diesem Artikel für euch genauer, wie das CBD-Öl wirkt und welche Einsatzmöglichkeiten sich anbieten.

Die Wirkung von CBD-Öl

Im Gegensatz zu THC, welches bei den Konsumenten von Joints und Co. eine Art Rauschzustand hervorruft, wirkt der Stoff CBD nicht psychoaktiv. Wer CBD-Öl konsumiert, wird also in der Regel nicht „high“, da der Anteil an THC in dem Öl im Normalfall einfach viel zu gering ist. Dies ist auch der Grund dafür, warum das Hanföl in vielen Ländern legal ist. Der Wirkstoff CBD ist viel eher dafür bekannt, dass er entspannend und darüber hinaus sogar schmerzlindernd und entzündungshemmend wirkt, wie ihr auch ausführlich auf cannabis-oel.net erfahrt. Dementsprechend ist der Wirkstoff CBD, der im Cannabis-Öl enthalten ist, auch sehr vielversprechend als Mittel gegen diverse chronische Erkrankungen. Dazu zählen beispielsweise Schlafstörungen, Tumore und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Auf focus.de findet ihr weitere Erkrankungen, gegen die man eventuell mit CBD-Öl vorgehen könnte.

Verwendung von Cannabis-Öl im medizinischen Bereich

An dieser Stelle eröffnet sich die Frage, warum CBD-Öl nicht schon längst zur Behandlung schwerer Krankheiten verwendet wird. Dies liegt vor allem daran, dass Cannabis-Öl nicht als Medikament bezeichnet werden kann, da seine Wirkung noch nicht vollständig nachgewiesen wurde. Bislang gab es schlicht und ergreifend noch nicht genug Studien, die belegen, dass Cannabis-Öl eine heilende Wirkung haben könnte. Vor allem die Erfahrungen mit der Behandlung von Menschen fehlt, da es oft schwierig ist, bei schwer erkrankten Menschen Vergleichsstudien aufzustellen. Es soll aber bereits Fälle gegeben haben, in denen Patienten Cannabis-Öl einnahmen und sich tatsächlich eine Verbesserung ihrer Krankheit eingestellt hat, wie ihr auf rp-online.de nachlesen könnt.

In vielen Fällen kann die Verwendung von Cannabis-Öl zumindest mit einer Verbesserung der Lebensqualität einhergehen, was gerade für chronisch erkrankte Menschen oft ein großer Wunsch ist. Auch bei manchen Kindern, die beispielsweise schon im Kleinkindalter an Epilepsie leiden, wird zum Teil CBD-Öl angewendet, um die Anzahl der Anfälle herabzusenken und ihnen zumindest eine halbwegs normale Kindheit zu ermöglichen. Jedoch kann man nicht pauschal vorhersagen, ob die Behandlung mit CBD-Öl bei jedem Patienten gleich gut anschlägt. Diese Problematik gibt es jedoch auch bei anderen, weniger natürlichen Wirkstoffen und Medikamenten.

Fazit zu Wirkung und Verwendung von Cannabis-Öl

Cannabis | © panthermedia.net /yuriy yuryev

Cannabis | © panthermedia.net /yuriy yuryev

CBD-Öl enthält kein THC und versetzt den Konsumenten entsprechend auch nicht in den Rauschzustand, der beispielsweise durch das Rauchen eines Joints hervorgerufen wird. Cannabis-Öl hat im Gegensatz zu Marihuana, welches geraucht wird, eine eher medizinisch relevante Wirkung: Das im Hanföl enthaltene CBD hat eine entzündungshemmende, entspannende und schmerzlindernde Wirkung. Aus diesem Grund wird derzeit erforscht, ob sich Cannabis-Öl auch dafür eignet, Patienten, die an schweren chronischen Krankheiten leiden, zu behandeln. Schließlich gibt es bereits einige Erfahrungsberichte, die deutlich machen, dass CBD-Öl in bestimmten Fällen helfen kann. Jedoch fehlen derzeit noch die passenden Studien, die tatsächlich die Wirkung des Öls bestätigen. Es bleibt also abzuwarten, was die Forschungen in diesem Bereich ergeben werden und ob Cannabis-Öl tatsächlich in Zukunft als ganz gewöhnliches Medikament verschrieben wird.

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