Kolumne

Buchloe: das Tor zum Allgäu

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Die 12.000-Einwohner-Stadt Buchloe, das Tor zum Allgäu, liegt malerisch an einem bewaldeten Höhenzug, der sanft zum Gennachtal abfällt. Bis heute hat die Stadt, deren Wurzeln wohl in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts liegen, eine herausragende Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt in der Region.

Buchloe liegt direkt and er Autobahn 96, die von München nach Lindau führt, zudem ist sie an die B12 angebunden, die Lindau über München mit Passau verbindet.

Am örtlichen Bahnhof kreuzen sich übrigens gleich drei Eisenbahnlinien, nämlich die Bahnstrecken von München über Kempten nach Lindau, nach Augsburg und über Memmingen nach Lindau. Hier am Bodensee haben die Zugfahrer auch einen IC -Anschluss sowie mehrere EC-Direktverbindungen in die Schweiz.

Buchloe hat seit heute eine Sicherheitswacht

Urkundlich wird Buchloe, das in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts durch Rodung entstand, erstmals 1150. Zwischen 1273 und 1283 dürfte die Erhebung zur Stadt durch König Rudolf von Habsburg erfolgt sein.

Anno 1311 kam Buchloe unter die Herrschaft des Augsburger Hochstifts, wo sie bis zur Säkularisation verblieb. Unter der bischöflichen Herrschaft verlor Buchloe während des 15. Jahrhunderts auch die Stadtrechte wieder. Im Laufe der Geschichte wurde Buchloe des öfteren von schweren Brandunglücken heimgesucht.

Beispielsweises stellte sich die Buchloer Bürgerschaft im deutschen Bauernkrieg, der ab 1524 in Süddeutschland wütete, auf die Seite der Aufständischen. Herzog Ludwig von Baiern befürchtete von Buchloe aus einen Angriff auf Landsberg am Lech und ließ deshalb den Markt Buchloe am 20. April 1525 plündern und in Schutt und Asche legen. Schon acht Jahre später wurde der halbe Ort erneut ein Opfer der Flammen. Im folgenden Jahrzehnt, genauer gesagt 1546, wurde Buchloe erneut eingeäschert, diesmal während des Schmalkaldischen Krieges. Der Entwicklung der Stadt taten diese Rückschläge in den folgenden Jahrhunderten aber keinen Abbruch.

Die Bevölkerung Buchloes verdoppelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Zuzug zahlreicher Heimatvertriebener. Dieses enorme Wachstum und die Bedeutung als Eisenbahnknotenpunkt verdankt Buchloe die erneute Erhebung zur Stadt am 20. April 1954.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen. Dieser Artikel stellt nur meine eigene Meinung dar!

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