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Kolumne

Biergärten – da schmeckt die Maß einfach am besten

Von: Eranie Funderburk

„In Bayern gehen die Uhren anders“ und so entstanden im 19. Jahrhundert in München die ersten Biergärten. Laut der Bayerischen Biergartenverordnung vom 20. April 1999 handelt es sich bei einem Biergarten um eine Gartenwirtschaft der besonderen Art. Das Besondere an einem Biergarten ist, dass man sein eigenes Essen mitbringen und verspeisen kann. Lediglich das Bier muss vom Wirt gekauft werden. Sobald das Wetter es zulässt, kann ein Wirt seinen Biergarten öffnen und die Gäste können sich in der Zeit zwischen 7.00 und 23.00 Uhr das bayerische Bier schmecken lassen.

Der Hirschgarten in München – Foto: Schellnsau, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode

Der bekannteste Biergarten in München ist der im Englischen Garten, der größte allerdings nicht. Übertroffen wird er vom Hirschgarten, der 8.000 Plätze, 150 Jahre alte Bäume und eine Gesamtfläche von 40 Hektar die Besucher anlockt.

In Franken kann man nicht nur wunderschön angelegte Biergärten, sondern auch Bierkeller besuchen. Die Fränkische Schweiz lockt mit ihrer herrlichen Landschaft und mit ihren Bierkellern in Pretzfeld, Ebermannstadt, Forchheim und vielen anderen Städten und Gemeinden. Und mit dem Erlanger Berg hat es dort sogar eine Bierkeller-Kirchweih.

Der Biergarten auf der Kugler Alm – Foto: Oliver Raupach, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode

Auf der Kugler Alm bei Oberhaching, südlich von München, wurde 1922 das „Radler“ von Franz Xaver Kugler erfunden. Es wird gesagt, dass an einem sehr heißen Tag so viele Gäste kamen, dass er das Bier strecken musste. Er vermischte Bier mit Zitronenlimonade und so entstand das „Radlermaß“. Mittlerweile gibt es allerdings auch andere historische Belege, die besagen, dass Ende des 19. Jahrhunderts das „Radlermaß“ nicht auf der Kugler Alm, sondern in einem Radlerclub erfunden worden ist.

Die Klöster Weltenburg und Andechs sind bekannt für ihr gutes Bier und ihre herrlichen Biergärten. Die Klosterbrauerei Andechs braut das ganze Jahr über Bockbier. Jährlich werden über 100.000 Hektoliter gebraut und in der ganzen Welt vertrieben. Die Klosterbrauerei Weltenburg zählt zu den ältesten Brauereien der Welt. Zum besten Dunkelbier der Welt zählt das „Weltenburger Kloster Barock Dunkel“.

Egal, in welchem Biergarten man sein Bier oder sein Radler genießen möchte, in einem Biergarten ist Geselligkeit, Gemütlichkeit und Freude am süffigen Getränk das oberste Gebot. Man sollte sich auch die leckeren Brotzeiten und regionalen Speisen nicht entgehen lassen, erst dann ist der Aufenthalt im Biergarten perfekt.

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