Kolumne

Bayern München schießt sich den Frust von der Seele

Erster Erfolg nach dem Madrid-Debakel

Am vergangenen Samstag konnten die Bayern ihre Dominanzrolle in der Bundesliga weiterhin ausbauen. Der Deutsche Rekordmeister gewann mühelos und souverän mit 4:1 gegen den abstiegsgefährdeten HSV Hamburg. Für die Münchner und speziell für den mental angeschlagenen Stürmer Mario Götze war das eine gute Möglichkeit, um sich den Frust der vergangenen Tage von der Seele zu schießen.

HSV

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Der Frust sitzt immer noch tief

[sws_red_box box_size=“630″]Der Ex-Dortmunder Götze hatte eine hervorragende Leistung gezeigt, dennoch baut der Bayern-Coach Pep Guardiola lieber auf den Franzosen Franck Ribéry auf. Sportdirektor Matthias Sammer weiß, was Götze zurzeit durchmachen muss und dass er mit seiner derzeitigen Rolle bei den Münchnern nicht besonders „happy“ ist. [/sws_red_box]

Götze ist immer noch sauer, dass er für das Champions League Spiel gegen Real Madrid nicht nominiert wurde. Seine Antwort auf dem Spielplatz gegen den HSV war nahezu perfekt: Mit zweieinhalb Treffern (2 Tore und ein Assist) hatte er eine glänzende Leistung gezeigt. Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer sagte zu dem Auftritt von Götze: „Das war [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]eine gute Reaktion[/sws_highlight]  von ihm. Wir sind froh, dass wir ihn haben“. Sammer hat sogar Verständnis dafür, dass sich Götze offen zu seiner Rolle bei den Bayern geäußert hat: „Wenn er sich geäußert hat, dass er nicht happy ist, wenn er nicht spielt, gehört das auch Mal dazu. Das ist in Ordnung“, sagte er.

Gegen Hamburg von Begin an auf dem Platz

Endlich durfte Götze von Beginn an ran, aber das nur deshalb, weil der am Rücken lädierte Franck Ribéry nicht spielen konnte. Sonst hätte der bestimmt spielen müssen, weil Guardiola fest an ihm hält, auch wenn er nicht immer gut in Form ist. Götze sagte nach dem Spiel: „Ich glaube einfach, dass wir eine [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]super Mannschaft[/sws_highlight]  sind.“ Über seinem Coach äußerte sich er auch ganz diplomatisch: „Wir stehen total hinter dem Trainer.“ Franz Beckenbauer zum Fall Götze: „Er hat schon bewiesen, dass er mehr kann. Er kam noch nicht so ins Spiel, wie man sich das von ihm erhofft hat. Den ganz großen Durchbruch hat er komischerweise nicht geschafft, obwohl er nicht anders spielt als in Dortmund.“

Der Schmerz sitzt immer noch tief

„Die Enttäuschung der vergangenen Woche war sehr groß, es schmerzt immer noch. Aber wir müssen nach vorn schauen, wir haben keine Wahl. Der Pokal ist ein schöner Titel, um die Saison abzuschließen“ sagte Arjen Robben nach dem Spiel am Samstag. Gegen Hamburg zeigten die Bayern wieder ihre Klasse. Es machte vor allem Spaß, [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]dem ehemaligen Dortmunder[/sws_highlight]  Götz zuzuschauen. Gegner sahen im Vergleich zu ihm wie Schuljungen aus. Im Pokalfinale am 17. Mai geht es für die Bayern um das Double, dann kann sich Götze noch Mal von seiner besten Seite zeigen. „Wenn wir die beiden Titel holen, dann war es eine sehr, sehr gute Saison“, sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm.

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Artikelbild: © panthermedia.net / Rilo Naumann

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