Kolumne

Bayern als Wachstumsmotor für Deutschland?!

Schenken wir der INSM Bayern-Studie unseren Glauben, steht der Freistaat als stärkster Wachstumsmotor in Deutschland da. Diese Zahlen des Erfolgs sind der aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zu entnehmen, das im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft eine Studie durchgeführt hat. Im Zeitraum von 1995 bis 2008 ist das Bruttoinlandsprodukt von Bayern um ganze 36 % angestiegen. Im Gegensatz dazu hat die Wirtschaftsleistung von Deutschland lediglich um 22 % zugenommen. Eine wirklich positive Entwicklung hat auch der Arbeitsmarkt im Gegensatz zum Rest von Deutschland zu verzeichnen. Lassen Sie uns das Erfolgsgeheimnis des Freistaats einmal genau unter die Lupe nehmen.

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Bayerns Erfolgsfaktoren in der Übersicht

Erfreulicherweise liegt die Arbeitslosenquote im Freistaat bei nur 4,9 %. So beziehen im bundesweiten Vergleich im Freistaat am wenigsten Bürger Arbeitslosengeld II. Wir haben im Hinblick auf Bayern mit einer äußerst positiven Einkommensentwicklung und Wohlstandsentwicklung zu tun. So bleiben jedem Einwohner des Freistaats nach Abzug aller Steuern und Abgaben im Jahr ein durchschnittliches Einkommen von 19.670 €. Damit erreicht man die viertbesten Werte im Hinblick auf alle Bundesländer. An dieser Stelle sei anzumerken, dass Bayern noch bis in die Neunzigerjahre im westdeutschen Niveau im unteren Drittel kursiert. Erst seit 1992 ist es den Einwohnern des Freistaats gelungen, überdurchschnittliche Einkommenszahlen zu erwirtschaften.


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Bayern: Wohlstandsbundesland Nummer 1?

Doch der allgemeine Wohlstand lässt sich auch auf andere Lebensbereiche übertragen. So verzeichnet Bayern immer noch als einziges Bundesland ein positives Wanderungssaldo. 2007 sind 30.000 Menschen nach Bayern gezogen, dies bescherte dem Freistaat im Hinblick auf die Zuzugsländer einen deutlichen Platz 1. Viele andere Bundesländer haben im Gegensatz mit einem negativen Trend und einer zunehmenden Abwanderung zu kämpfen.

Jeder Einwohner, der in Bayern lebt und wohnt, verfügt über einen durchschnittlichen Grundbesitz von 116.000 € – allerdings müssen diese Zahlen pro Haushalt gerechnet werden. Auch dieser hohe Grundbesitz bleibt einzigartig im Vergleich zu den direkten Nachbarn. Darüber hinaus belegt der Freistaat auch Platz 1 im Hinblick auf den Schuldenstand und die niedrigste Kriminalitätsrate. Doch diese äußerst positive Entwicklung eines Bundeslandes müsste doch auf einem spezifischen Erfolgsgeheimnis basieren. Oder warum ziehen andere Bundesländer dann nicht einfach nach?

Positive Entwicklung und Erfolgsgeheimnisse

Im Prinzip ist der Wohlstand des Landes und seine positive Entwicklung zweifelsohne auf eine durchdachte Verwendung der Staatsgelder zurückzuführen. So setzt Bayern seit jeher auf eine solide Finanzpolitik. Dieses Bundesland ist weniger verschuldet als seine Nachbarn, muss aus diesem Grunde nur weniger Zinslasten tragen und nutzt die Gelder im Gegensatz zur Investition in die Wirtschaft.

Bayerns Strukturwandel

Darüber hinaus hat sich in Bayern ein wirklich merklicher Strukturwandel ereignet, sodass mittlerweile 6 % aller Erwerbstätigen in der bayrischen Entwicklung und Forschung eingereicht. Werfen wir einen Blick auf die aktuellen Patente, so wurden ca. 100 Patente pro 100.000 Einwohner eingereicht. Mit diesen Werten konnte sich Bayern auf einem überzeugenden 2. Platz einreihen. Einzig und allein die Quote der Abiturienten und Schulabgänger gibt zu denken. So erreichen nur 35 % der Schüler eines Jahrgangs die allgemeine Hochschulreife. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.


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Ausblick auf die bayerische Zukunft und Digitalisierung

Auch was das Zukunftsdenken anbelangt, liegt Bayern dem Rest von Deutschland eine Nasenspitze voraus. Dies hat die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft im Zuge der Untersuchung zur Digitalisierung herausfinden können. Dennoch besteht auch in diesem Bereich deutliches Verbesserungspotenzial. Hier hat man die digitalen Technologien nicht landesintern, sondern europaweit verglichen. Der Hauptgeschäftsführer der vbw – Betram Brossardt – vermerkt in diesem Zusammenhang, dass Deutschland in Bayern gemeinsame Produktionsprozesse einführt und im Hinblick auf die fortschreitenden Digitalisierungsprozesse erste Plätze zu verzeichnen hat.

Fazit: Pläne für die Zukunft

  • Auf dem aktuellen Erfolg sollte man sich nicht ausruhen, sondern weiterhin in Bildung und Ausbildung gerade im Hinblick auf das Thema der Digitalisierung setzen.
  • Industrie 4.0 ist das neue Schlagwort, das zu einem merklichen Wirtschaftswachstum im Hinblick auf digitale Technologien und ihre Prozesse führen soll. Zudem wird sich das vorherrschende Verhältnis zwischen Dienstleister, Unternehmen, Händler, Hersteller und Kunde grundlegend wandeln.
  • So geht der kulturelle und wirtschaftliche Blick direkt in die Zukunft, um auch in den nächsten Jahren dem Bundesland Bayern einem wirklichen Wachstumsschub bescheren zu können.
  • Gerade zum jetzigen Zeitpunkt ist mit einem merklichen Umbruch und einer Revolution im Hinblick auf die Wirtschaft und die unternehmerische Digitalisierung auszugehen, da gilt es, den Anschluss nicht zu verlieren.

Links zu weiterführenden Information

www.bayern.de
www.insm-regionalranking.de
www.ridder.de
www.vbw-bayern.de/vbw/Home

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Wolfgang Zwanzger