Kolumne

Barrierefreie Sehenswürdigkeiten in Bayern

Barrierefreie Sehenswürdigkeiten Barrierefreie Sehenswürdigkeiten
Barrierefreie Sehenswürdigkeiten

Barrierefreie Sehenswürdigkeiten

Barrierefreie Zugänge sind für Menschen mit einem Handicap ein besonderes Anliegen. Aber nicht nur Zuhause will sich diese Gruppe von Menschen so frei wie möglich bewegen, sondern auch bei einem Urlaub.

Um Menschen mit einer Behinderung eine angemessene Teilnahme am Alltag zu ermöglichen, wurden barrierefreie Aufgänge geschaffen.

Aber nicht nur in öffentlichen Gebäuden ist dies eine Wichtigkeit, sondern auch bei einem Urlaubsaufenthalt. Diesbezüglich hat sich der Freistaat Bayern entschlossen, einige barrierefreie Zonen zu schaffen, damit auch diese Personen an kulturellen beziehungsweise an historischen Sehenswürdigkeiten teilnehmen oder besichtigen können. Damit auch diese Personengruppe am Leben teilnehmen kann und sie sich im Urlaub ohne Komplikationen frei bewegen kann, wurden die Aufgänge so erschaffen, dass auch Rollstuhlfahrer mit ihren Begleitpersonen leichtes Spiel haben, diese Aufgänge beziehungsweise Eingänge zu durchfahren. Dementsprechend sind auch schon viele Unterkünfte in Bayern so umgebaut worden, dass sich Personen mit einem Handicap trotzdem rundum wohlfühlen können und ihren Urlaub in Bayern vollends genießen können.

Olympiapark, Munich – Germany HD

Sehenswürdigkeiten mit Handicap

Einer der imposantesten Plätze der Neuzeit im Freistaat Bayern ist wohl der Olympiapark in der Hauptstadt München. Das gesamte Gelände des Olympiaparks ist mit dem Rollstuhl zugänglich, sodass sich auch Personen mit Gehbehinderungen diese Sehenswürdigkeit nicht entgehen lassen müssen.

Mit dem Aufzug können Rollstuhlfahrer unkompliziert die Aussichtsplattform des Olympiaturms hinauffahren und dabei die gigantische Aussicht auf dem 200 Meter hohen Turm bewundern.

Aber auch die Eishalle sowie der Park können mit dem Rollstuhl barrierefrei befahren werden. Eine weitere Sehenswürdigkeit, die sich im Freistaat Bayern befindet und seit dem Jahr 2012 barrierefrei zu erreichen ist, ist die Benediktinerabtei Ettal. Unter Kaiser Ludwig wurde die Abtei im Jahr 1330 gegründet und im Baustil des Rokoko errichtet. Das Benediktinerkloster birgt in sich einen großen Hof, von dem aus die Kirche sowie die anderen Lokalitäten des Klosters mit dem Rollstuhl erreichbar sind. Der Grundriss des Klosters ist im gotischen Baustil errichtet worden. Während die Nebengebäude im Rokoko errichtet wurden, wurde die Kirche selbst im barocken Baustil erbaut.

Olympiapark München

Der Innenraum der Klosterkirche kann ebenso von Rollstuhlfahrern befahren werden und auch mehrere Nebengebäude können von Personen mit Beeinträchtigungen besichtigt werden.

Spezielle Führungen

Die Stadt Rothenburg ob der Tauber besitzt wunderbare historische Bauwerke sowie Plätze. Damit auch Personen mit Beeinträchtigungen an einer Besichtigungstour teilnehmen können, wurde eine barrierefreie Zone errichtet, um diese an diesem historischen Schauspiel teilhaben zu lassen.

Die kleinen romantischen Gassen ziehen sich quer durch die Stadt. Kleine Stiegen wurden mit Rampen versetzt, sodass Rollstuhlfahrer an der gesamten Besichtigungstour teilnehmen können.

Aber in der Stadt Rothenburg ob der Tauber hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen, damit sich alle Touristen dem Anblick dieser mittelalterlichen Stadt erfreuen können. Die gesamte Besichtigungstour wird auch in der Gebärdensprache abgehalten. Dadurch haben auch Personen mit Verständigungsschwierigkeiten die Chance, diese Tour behindertengerecht mitzumachen. Es ist wichtig, dass sie an einem barrierefreien Leben teilhaben können und somit die Vollwertigkeit in der Gesellschaft beibehalten.

Olympiapark München- Centrum

Durch die barrierefreien Zonen wird die Besichtigung von Museen und Sehenswürdigkeiten aus Kunst und Kultur ermöglicht, damit auch diese Personen ihr Wissensspektrum erweitern können.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Sylvia Kersting

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