Kolumne

Auswandern in die Schweiz

Auswandern in die Schweiz Auswandern in die Schweiz
Auswandern in die Schweiz

Auswandern in die Schweiz

In diesem Artikel geht es um das Auswandern in die Schweiz, mit den hauptsächlichen Voraussetzungen, Bedingungen und die allgemeinen Möglichkeiten!

Die Schweiz steht immerhin an oberster Stelle der Ausreiseländer. Alleine im Jahre 2009 hat die Schweiz etwa 45.000 Menschen neu eingebürgert. Viele Personen kommen jährlich in die Schweiz und kehren ihrer alten Heimat den Rücken zu.

Die Schweiz ist geradezu attraktiv zum Auswandern und das nicht nur wegen der traumhaften Landschaften und dem vorzüglichen Wintersportangebot. Wer möchte nicht in einer atemberaubenden Gegend arbeiten, wo man vom Büro aus, auf saftige Wiesen und Felder blicken kann, die von zahlreichen Berggipfeln umrahmt sind? Die Schweiz bietet aber durchaus mehr als nur das bisher genannte. Viele Menschen denken an das Steuerparadies, wenn sie von der Schweiz hören. Was dem natürlich auch gerecht wird, denn in der Tat hat man als Bürger wenig Abgaben an den Staat. Der Mehrwertsteuersatz in der Schweiz liegt bei niedrigen 7,6 Prozent, davon können Länder wie Deutschland nur träumen. Als Auswanderer hat man es in der Schweiz denkbar einfach in ein neues Leben zu starten, denn auch die Arbeitsplatzsuche ist in der Schweiz angenehmer.

Deutsche Akademiker wandern aus

Voraussetzungen für das Auswandern in die Schweiz

Wenn man in die Schweiz einwandern möchte, muss man glaubhaft darlegen können, dass man für seinen Lebensunterhalt selbst aufkommen kann. Das bedeutet, dass man einen Arbeitsvertrag vorlegen muss oder Selbstständigkeit vorweisen kann.

Je nachdem bekommt man dann eine Kurzaufenthaltsbewilligung oder eine generelle Aufenthaltsgenehmigung in der Schweiz. Man benötigt also kein Visum für die Schweiz, denn man braucht lediglich einen gültigen Reisepass, um automatisch ein Aufenthaltsrecht für sechs Monate zu bekommen.

Um den dauerhaften Aufenthalt zu beantragen, muss man zu einem Arbeitsamt, das sich im Kanton befindet, wo man leben möchte. Bei dem Arbeitsamt muss man den gültigen Personalausweis sowie einen Arbeitsvertrag oder ein Nachweis, zur Einstellung vom Arbeitgeber vorlegen. Die Dauer der Aufenthaltsgenehmigung richtet sich nach dem Arbeitsvertrag, der mindestens ein Jahr gültig sein muss.

Welche Vorraussetzungen

Welche Vorraussetzungen

Wenn man dauerhaft in der Schweiz bleiben möchte, muss man sich innerhalb von acht Tagen, bei der Wohngemeinde des zuständigen Kantons anmelden. Für die Anmeldung benötigen die betroffenen Personen einen gültigen Pass, die Mitgliedsbestätigung einer Krankenkasse und Zivilstanddokumente sowie ein Passfoto und den Arbeitsvertrag.

Man muss sich innerhalb von drei Monaten krankenversichert haben. Um die Krankenversicherung kümmert sich nicht der Arbeitgeber, denn das muss man hier selbst machen. Wer nur ein Jahr in der Schweiz bleibt, kann in der Zeit den deutschen Führerschein nutzen. Wer allerdings auf Dauer in der Schweiz bleiben möchte und dort lebt und arbeitet, muss beim Straßenverkehrsamt einen Führerschein beantragen.

Man kann den Führerschein nur in dem Kanton beantragen, in dem man lebt und dafür benötigt man das Antragsformular, den Personalausweis sowie die deutsche Fahrerlaubnis und die Aufenthaltsgenehmigung. Außerdem braucht man ein Passfoto in doppelter Ausführung sowie ein augenärztliches Attest (nicht in allen Fällen).

Auswandern in die Schweiz

In der Schweiz arbeiten – die Jobsuche!

Die Jobsuche in der Schweiz ist etwas anders als in Deutschland, denn in der Schweiz werden offene Stellen nur selten in den Zeitungen oder auf Jobbörsen veröffentlicht. In manchen Fällen werden die offenen Stellen auf der Homepage, der Firma aufgelistet.

Man sollte sich also überlegen, wo man arbeiten möchte und den Betrieb persönlich kontaktieren oder über die Website. Wer das nicht möchte, kann sich auch an öffentliche Stellenvermittlungsagenturen wenden, die bei der Jobsuche helfen. Die Bewerbungsunterlagen sind auch in der Schweiz sehr wichtig.

Die Arbeitgeber bestehen auf ein Bewerbungsanschreiben, in dem man ihn überzeugt, dass man der/die Richtige für den Job ist. Außerdem benötigt man einen tabellarischen Lebenslauf, der nicht länger als zwei Seiten sein sollte. Die Arbeitgeber in der Schweiz legen besonders großen Wert auf Arbeitszeugnisse und auf Diplome.

Schöne Landschaft

Schöne Landschaft

Wenn es zu einer Arbeitsaufnahme kommt, muss auch in der Schweiz ein Arbeitsvertrag unterschrieben werden. In dem Arbeitsvertrag wird der Lohn aufgezeigt, dabei handelt es sich um den Bruttolohn.

Von dem Bruttolohn werden die Sozialabgaben abgezogen, die zwischen 14 und 17% variieren. Die Krankenversicherungsbeiträge gehören nicht zu den Abzügen, denn die muss der Arbeitnehmer selber an die Krankenkasse zahlen. Die Höchstarbeitszeit in der Schweiz liegt bei 45 und 50 Arbeitsstunden. Die Arbeitszeit ist von Beruf zu Beruf unterschiedlich. In der Schweiz gibt es keinen gesetzlichen Mindestlohn, deshalb kann er relativ verschieden ausfallen.

Auch die Ferienzeiten unterscheiden sich von den Deutschen Urlaubstagen. Die Zeiten sind gesetzlich festgelegt und von Branche zu Branche unterschiedlich. Die höchste Ferienzeit ist sechs Wochen im Jahr, für die 60+ Jährigen.

Die große Reportage „Deutsche schmerzlich Willkommen?

Die Wohnungssuche in der Schweiz

Die Immobilien in der Schweiz sind etwas teurer als in Deutschland, jedoch verdient man in der Schweiz auch mehr Geld und muss weniger abgeben.

Wenn man auf der Wohnungssuche ist, sollte man nicht auf Immobilienanzeigen in den Zeitungen verzichten. Die bekannten Schweizer Zeitungen kommen, wie in Deutschland an einem bestimmten Wochentag. Man sollte aber auch die kleinen Lokalblätter nicht außer Acht lassen, denn dort stehen auch Immobilienangebote drin. Wenn man mit den Zeitungen nicht weiter kommt, ist es sinnvoll im Internet zu schauen.

Im Internet kann man sich zugleich einen guten Überblick verschaffen, wie die Preisklassen verteilt sind. Außerdem gibt es in der Schweiz Immobilienlisten, wo Wohnungen und Häuser aufgeführt werden. Die Immobilienlisten werden von den Schweizer Gemeinden geführt. Wenn man an den größeren Orten leben möchte, sollte man zu Immobilienverwaltungen gehen, um dort nach einer Immobilie zu fragen. Hier bekommt man jede Menge Informationen zu leer stehenden Wohnungen und Häusern. Wenn alles nichts hilft, ist es empfehlenswert einen Makler zu beauftragen, der aber mit Kosten verbunden ist. In der Schweiz werden vier Sprachen gesprochen, dabei handelt es sich um Deutsch, Französisch und Italienisch sowie um Rätoromanisch. Allerdings sprechen knapp 70% der Einwohner Schweizerdeutsch. Die Schrift und die Sprache ist Hochdeutsch, jedoch hört man es kaum durch den Dialekt, der Schweizer.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Antony McAulay
Artikelbild Mitte: ©panthermedia.net nui7711
Artikelbild Unten: ©panthermedia.net Peter Wey

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