Kolumne

adidas – eine fränkische Erfolgsgeschichte

Von: Ingrid Neufeld

Laufen ohne matt zu werden, rennen, als hätte man Flügel. Sportlich dahinschweben mit Schuhen, die nicht drücken, sich an jede Bewegung des Fußes anpassen und dabei noch gut aussehen. So mag der Traum von Adolf Dassler ausgesehen haben, als er in der Waschküche seiner Mutter den ersten Sportschuh aus Leinen herstellte. Welche Gedanken seiner Mutter wohl damals durch den Kopf gingen, als sie ihren Sohn so emsig tüfteln sah? „Jetzt stellt er mir schon wieder das ganze Waschhaus auf den Kopf!“, oder „So ein findiger Bub! Aus dem wird noch was!“

Ihre Gedanken sind nicht überliefert – das Resultat schon

Das Logo der adidas Group

1920 übernahm Adolf Dassler den damaligen Filzpantoffelbetrieb seines Vaters und fertigte schon damals Sportschuhe an. 1924 kam sein Bruder Rudolf dazu. Sie firmierten unter dem Namen Gebrüder Dassler. Nach dem zweiten Weltkrieg kam es zwischen den Brüdern zum Zerwürfnis, so dass aus einem Unternehmen zwei entstanden, während Rudolf sein Unternehmen PUMA nannte, gab Adolf seinem Unternehmen einen Teil seines Vornamens, nämlich „ADI“ und einen Teil des Nachnamens, nämlich „DAS“. So entstand adidas.

Bis heute existieren beide Unternehmen in der Stadt Herzogenaurach.  Von dort aus eroberte adidas den Weltmarkt. Schon 1954 stattete Adolf Dassler die westdeutschen Fußballer bei der Weltmeisterschaft mit Fußballschuhen, die Schraubstollen hatten, aus. Diese Schuhe verfügten über eine gute Bodenhaftung bei Nässe, wodurch sie damals im regnerischen Finale gegen die Ungarn klar im Vorteil waren. Die Weltmeisterschaft von 1954 legte den Grundstein für den weiteren Aufstieg von adidas.

Ins Outlet kommen sie aus nah und fern – Foto: FelixReimann

Es ist längst nicht mehr nur der Fußballschuh, der bei adidas gefertigt wird. Das Sportsortiment ist so groß wie die Sportarten, die der Durchschnittsbürger betreiben kann. Dasselbe gilt für das umfangreiche Angebot an Sportbekleidung und Accessoires.

Ein innovatives, konsumentenorientiertes und globales Unternehmen, das ist adidas heute

Die Autokennzeichen auf dem Outlet-Parkplatz verraten es: Die Liebhaber der drei Streifen kommen von weit her, um im adidas-Outlet ein Schnäppchen zu ergattern. Der Strategieplan des Unternehmens sieht weitere Steigerungen vor und wird dabei von Mitarbeitern unterstützt, die aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen stammen und zum erheblichen Teil mitverantwortlich sind am Erfolg des Weltunternehmens.

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