Tanze Samba mit mir, Samba, Samba die ganze Nacht…
Von: Sebastian Herbst
Wenn das Samba Festival Coburg stattfindet, dann weiß man: Wieder einmal werden über 100 verschiedene Gruppen mit 3.000 Tänzern und besonders Tänzerinnen, den sogenannten „Sambistas“, aus insgesamt zehn Nationen die Zuschauer zum Staunen bringen. Und zwar eine ganz schöne Summe an Zuschauern: 2010 zog es 200.000 Schaulustige nach Coburg, die sich von den rhythmischen Klängen und den exotischen Schönheiten verzaubern lassen wollten. In diesem Jahr werden noch einmal mehr erwartet, feiert man heuer doch das Festival zum 20. Mal.
Sogar Shayene Cesario, die 2010 zur Königin des Karneval gekürt wurde, befand: „Heiße Rhythmen, tolle Stimmung, ich fühle mich wie zu Hause“. Und wenn das schon aus dem Munde einer waschechten Brasilianerin kommt, muss ja wohl etwas Wahres dran sein. Immerhin: Coburg trägt im Zusammenhang mit dem Samba Festival nicht umsonst bereits den Titel „fränkisches Rio“.
Dabei standen zur Zeit seiner Gründung 1992 viele dem Projekt skeptisch gegenüber. Es war dem Schauspieler Michael Häfner zu verdanken, der während seines Aufenthaltes in Südamerika ein Faible für Samba entwickelt hatte und zumindest für ein paar wenige Tage die brasilianische Mentalität nach Oberfranken holen wollte. Der damals als jüngster Oberbürgermeister in ganz Deutschland gewählte Norbert Kastner unterstützte ihn – ein heikles Unterfangen, setzte Kastner aufgrund der stark in Kritik stehenden Idee eine Wiederwahl aufs Spiel.
Das Wahlergebnis 2008 jedoch zeigt, dass man nichts verkehrt gemacht hat. Kastner wurde bereits zum dritten Mal wiedergewählt, das Samba Festival tat der Stimmung ihm gegenüber also keinen Abbruch. Oder hat seine Position vielleicht sogar gefestigt, wer weiß?
Wer auf jeden Fall schon immer einmal die heißen brasilianischen Rhythmen und die schwungvollen Hüftbewegungen der ebenso heißblütigen Tänzer begutachten wollte, der sollte sich auf den Weg nach Coburg begeben. In diesem Jahr findet es vom 8. bis zum 10. Juli statt.
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